Suhrer See - Blick über die Nordbucht auf das Nordost-Ufer - Foto: Henning Thiessen
Nährstoffarm und artenreich
Das NABU-Naturschutzgebiet Suhrer See und Umgebung
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Blick vom Nordost-Ufer über den Nordteil des Sees - Foto: Henning Thiessen
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Für ruhebedürftige Wasservögel wie die Reiherente... - Foto: Frank Derer
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... oder die Schellente ist der Suhrer See bedeutendes Nahrungs-, Rast- und Mausergebiet. - Foto: Wolfram Pachalli/NABU-naturgucker.de
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Im angrenzenden Waldstück brüten u.a. der Eisvogel, ... - Foto: Frank Derer
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... der Mittelspecht... - Foto: Frank Derer
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... und der Zwergschnäpper. - Foto: Thomas Schwarzbach/www.naturgucker.de
Das Naturschutzgebiet dient der Sicherung, dem Schutz, der Erhaltung und der Entwicklung eines der wenigen nährstoffarmen größeren Seen des Landes sowie zwei weiterer kleinerer Seen mit Umgebung. Es ist Lebensraum vielfältiger, teilweise gefährdeter Tier- und Pflanzengesellschaften.
Der Suhrer See ist Nahrungs-, Rast- und Mausergebiet von überregionaler Bedeutung für ruhebedürftige und störungsempfindliche Wasservögel, insbesondere für Reiherente, Tafelente, Schellente und Kolbenente. Den störungsempfindlichen Enten kommt das Befahrensverbot des Sees für Boote aller Art zugute. Der östlich angrenzende Landesforst ist Brutplatz u.a. für Wespenbussard, Eisvogel, Zwergschnäpper, Schwarz- und Mittelspecht. Der Hangbuchenwald ist als Naturwald aus der Nutzung genommen worden. Die nordwestlich des Sees gelegenen Waldflächen, ein ehemaliger Truppenübungsplatz, werden von der Stiftung Naturschutz zu naturgemäßen Waldgesellschaften entwickelt.
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Wo 2018 in der Nordbucht des Suhrer Sees noch eine Unterwasserwiese aus Armleuchteralgen wuchs ... - Foto: Christiane Krambeck
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... war zwei Jahre später nur noch kahler Grund vorzufinden. - Foto: Christiane Krambeck
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"Blühende" Armleuchteralge (Chara vulgaris) - Foto: Christiane Krambeck
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Armleuchteralge mit Posthornschnecke - Foto: Christiane Krambeck
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Hecht mit Laichkraut - Foto: Christiane Krambeck
Unterwasserwelt: Faszinierend und gefährdet
Wegen seiner Klarheit und Ungestörtheit gibt es im Suhrer See noch Unterwasserwiesen aus Armleuchteralgen und höheren Wasserpflanzen. Diese für Spaziergänger unsichtbaren Wiesen sind bei uns selten gewordenen und sind Lebensraum bedrohter Tier- und Pflanzenarten. Seit 2013 hat Christiane die Entwicklung dieser Lebensgemeinschaft im Rahmen der Gebietsbetreuung verfolgt und in den letzten Jahren zunehmende Veränderungen bis hin zu Total-Ausfällen gefunden, wie die Bilder einer ehemaligen Wiese mit Armleuchteralgen in der Nordbucht zeigen.
Die Bilder der Unterwasserfotografin laden zu einem Blick unter die Seeoberfläche ein. Als Limnologin ist sie den Ursachen der zunächst rätselhaften Verluste nachgegangen. Das inzwischen vorhandene Wissen um Ursachen erfordert ein Umdenken beim Schutz der gefährdeten Arten in den Unterwasserwiesen.
Mehr zur Gefährdung der Unterwasserwiesen im Suhrer See
Das NSG weist ein gutes Wanderwegenetz mit mehreren Aussichtspunkten auf und kann zu Fuß oder mit dem Rad umrundet werden.
ILu/CK/EK akt. 13.05.2025
Der Blick ins Schutzgebiet
