Schleswig-Holstein.NABU.de Themen Jagd Praxis der Jagd
Jagdpraxis: Legale und illegale Verfolgung von Tierarten
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Jagdpraxis: Legale und illegale Verfolgung
NABU dokumentiert kritische Ausübung der Jagd
Mauswiesel
Vielfältig sind die illegalen Methoden, mit denen einige Jäger, aber auch Brieftaubenzüchter Raubsäugern und Greifvögeln nachstellen. Sie sind Ausdruck eines verfehlten Naturverständnisses. Aber auch legale Methoden wie die der Fangjagd sind naturschutzfachlich nicht zu begründen und nehmen in der Praxis billigend Qualen für die gefangenen Tiere in Kauf. Dem zuständigen Ministerium MLUR fehlt der Mut, sich von der tierquälerischen Form der Jagdausübung zu verabschieden. Der NABU dokumentiert im Folgenden einige Fälle.
Weiter keine Verfolgung von Verstößen
Illegal aufgestellte Drahtgitterfallen bleiben in Betrieb

Dass in Schleswig-Holstein illegale Vorkommnisse bei der Jagd mit Fallen offensichtlich nicht oder nicht im rechtlich gebotenen Umfang verfolgt werden, ist bereits mehrfach belegt. Der NABU dokumentiert einen weiteren Fall, den ein betroffener Bürger dem NABU übermittelt hat.
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Vier Seeadler mit Insektengift getötet
Rückschlag für den Seeadlerschutz | NABU kritisiert „Raubzeugbekämpfung“

Nach einer Mitteilung des schleswig-holsteinischen Umweltministeriums MLUR vom 26. Januar 2011 sind im vergangenen Jahr mindestens vier Seeadler durch das Insektengift Mevinphos ums Leben gekommen. Das MLUR geht von einer vorsätzlichen Handlung aus.
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Illegale Verfolgung erkennen und bekämpfen
NABU-Leitfaden mit Tipps für Bürger, Ermittlungsbeamte und Behörden

Viele Greifvogelarten sind im Bestand bedroht und stehen seit Jahren auf den Roten Listen der in Deutschland gefährdeten Tierarten. Ein Grund dafür sind die Auswirkungen illegaler Verfolgungen durch den Menschen, die das Überleben vieler Arten bei uns nachhaltig gefährden. In einem Leitfaden geben NABU NRW, Komitee gegen den Vogelmord und die Nordrhein-Westfälische Ornithologengesellschaft (NWO) Tipps für Bürger, Ermittlungsbeamte und Behörden, die mit derartigen Fällen konfrontiert werden.
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Jagdfrevel: Nonnengans und Rohrweihe getötet
NABU dokumentiert weitere Fälle illegaler Jagdausübung

Weiterhin kommt es zu illegalen Übergriffen der Jagd auf bedrohte Tierarten. Selbst Schutzgebiete sind nicht tabu. Der NABU dokumentiert im Folgenden den von einem hessischen NABU-Aktiven beobachteten illegalen Abschuss einer Nonnengans im vom NABU betreuten Naturschutzgebiet Beltringhader Koog (Kreis Nordfriesland) und den illegalen Einsatz eines Schlageisens im Dutener Moor bei Alt Duvenstedt (Kreis Rendsburg-Eckernförde), in dem eine Rohrweihe zu Tode kam.
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Schwanenmassaker in der Marsch
Auch nach Winterverlusten: Höckerschwäne Opfer der Jagd

„Überall liegen tote Schwäne“ – viele Anrufe erreichten den NABU am 20. und 21. März 2010. Spaziergänger hatten in der Seestermüher Marsch eine große Zahl verendeter Höckerschwäne aufgefunden. Die Nachforschungen des NABU ergaben: Mehrere Schwäne waren erschossen worden.
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Fallenjagd auf Fasane?
Kein Ende beim Missbrauch | NABU fordert Einstellung der Fangjagd

Im Spätherbst 2009 wurde eine Spaziergängerin auf eine lebende Fasanen-Henne aufmerksam, die sich in einer offen stehenden, rechtswidrig aufgestellten Drahtgitterfalle gefangen hatte. Nach dem Vorfall wurden die Fallen des Jagdpächters zunächst entfernt. Doch der illegale Einsatz fand damit kein Ende.
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Ein langsamer, qualvoller Tod in der Neujahrsnacht
Steinmarder stirbt über Stunden in Fangeisen

12. Januar 2009: Der NABU hatte es befürchtet und das Landwirtschaftsministerium in seiner Stellungnahme zur neuen Fangjagdverordnung darauf hingewiesen: Der Fang von Raubsäugern mit Abzugseisen birgt für das Tier die Gefahr großer Leiden. Nun ist es dokumentiert: Ein Steinmarder verendete in Raa-Besenbek bei Elmshorn über Stunden in einem Fangeisen.
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Der Hammer: MLUR brüskiert Zeugen des qualvollen Mardertods
Schlagfallen: Es kann nicht sein, was nicht sein darf!

Ole-Christian Kremer wurde in der Neujahrsnacht durch die lauten, qualvollen Schreie eines im Abzugseisen eines Jägers gefangenen Steinmarders geweckt, der einige Zeit später im Beisein der sofort über Notruf informierten Polizeibeamten starb. Kuriose Antwort des Ministeriums: Es kann nicht sein, was nicht sein darf!
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Auch Haustiere Opfer von Schlagfallen
Gefahr für Katze und Hund | NABU fordert erneut die Abschaffung der Fangjagdverordnung

27. Januar 2009: Mehrfach hat der NABU auf die großen Gefahren hingewiesen, die vom Einsatz von Schlagfallen ausgehen. Auch Haustiere sind nicht sicher vor der tödlichen Gefahr, wie der NABU dokumentiert.
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Fangjagdverordnung und die jagdliche Praxis
Im Kreis Dithmarschen zeigen sich Schwächen in der Verfolgung von Verstößen

22. Januar 2009: Die Fangjagdverordnung des Landes Schleswig-Holstein regelt, wie Lebend- und Totschlagfallen zum Fang von Raubsäugern eingesetzt werden dürfen. NABU-Mitglied Dieter Grade ist bei seinen Spaziergängen auf Fallen gestoßen, bei deren Betrieb Bestimmungen der Fallenjagdverordnung nicht eingehalten wurden. Der NABU dokumentiert den Fall.
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Uhu-Bestand und illegale Verfolgung
Häufiger als angenommen

Der Uhu ist in Schleswig-Holstein häufiger, als bislang angenommen wurde. Doch stößt das nicht überall auf Gegenliebe. Von uneinsichtigen Jägern wird Deutschlands größte Eule bis heute als angeblicher Konkurrent und Schädling illegal verfolgt.
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Illegale Verfolgungen von Krähenvögeln
Massaker an Krähenvögeln

Ein besonders krasser Verstoß gegen das geltende Jagdrecht gelangte im August 2005 aus dem Kreis Schleswig-Flensburg ans Licht der Öffentlichkeit. Ein Jäger betrieb im Hinterhof eine große Krähenfalle zum Massenfang, in der verbotenerweise mit einem verwesenden Reh unzählige Rabenvögel gefangen wurden.
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Illegaler Einsatz eines Lockvogels im Kreis Nordfriesland
Erneuter Verstoß gegen die Fangjagdverordnung | Abnahme- und Kennzeichnungspflicht ebenfalls missachtet

19. Februar 2009: Am 30. Januar 2009 erhielt NABU-Vorstandsmitglied Rainer Rehm einen Anruf von einem befreundeten Ornithologen und Naturschützer, der am Baggersee der schleswig-holsteinischen Mülldeponie Ahrenshöft im Kreis Nordfriesland eine Krähenfalle entdeckt hatte, die illegal mit einem Lockvogel bestückt war.
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Mäusebussard Opfer von Schlagfalle
NABU entdeckt am Rande seines Naturschutzgebietes im Meldorfer Speicherkoog illegal aufgestellte Schlagfallen

31. Mai 2006: David Zopf, Helfer im NABU-Nationalparkhaus Wattwurm, machte heute im Meldorfer Speicherkoog / Kreis Dithmarschen an der Grenze des Naturschutzgebietes Kronenloch bei einem Kontrollgang zur Erfassung der Brutvögel eine überaus grausame Entdeckung: Ein Mäusebussard hatte sich dort mit seinen Fängen in einem illegal aufgestellten Abzugseisen gefangen.
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