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NABU-Naturschutzgebiet und Infohütte ''Halbinsel Holnis''

NABU-Naturschutzgebiet und Infohütte "Halbinsel Holnis"

Nordöstlichster Punkt Deutschlands

Hütte Holnis

NABU Infohütte in Holnis

Entstehungsgeschichte
Aufbau und Oberfläche der Halbinsel Holnis wurden im wesentlichen durch die Vorgänge der letzten Eiszeit (Weichseleiszeit 70.000 - 10.000 J. v. Chr.) geprägt. In dieser Zeit war das Gebiet teilweise von Gletschereis bedeckt. Verschiedene glaziale Vorgänge (Gletschereisvorstöße, Abtauen des Eises) verfrachteten Sande und Tone in die Region von Holnis. Noch heute dauern die Abtragungsvorgänge entlang der Küstenlinie an.

Mittelsäger

Mittel- und Gänsesäger

Als nacheiszeitliche Bildungen auf Holnis sind die Moorbereiche (Hochmoorrest) und die Verlandung der Noore vor Holnis und Pugum einzustufen. Bedingt durch Stürme im Herbst und Winter wird am Holnis-Kliff die Steilküste ständig abgetragen. Die Meeresströmung am NO-Teil der Küste transportiert das erodierte Material an die NO-Spitze der Halbinsel. Dabei ist eine "Nehrung" entstanden. Diese Nehrung ist Bestandteil des etwa 360 ha großen Naturschutzgebietes.

Schon vor 5.000 Jahren war Holnis ein beliebtes Siedlungsgebiet der vorgeschichtlichen Bauern und Fischer. Viele steinzeitliche Waffen, Werkzeuge und Gefäßscherben wurden im Gelände gefunden.

Natur
An der tiefsten Stelle des Großen Noores beim Schöpfwerk gedeihen auf der Innenseite des Deiches typische Salzwiesenarten wie Strand-Dreizack Triglochin maritimum, Strand-Aster Aster tripolium, Strand-Tausendgüldenkraut Centaurium littorale und Bottenbinse Juncus gerardii. Auf der etwas höher gelegenen Koppel blüht im Mai das Breitblättrige Knabenkraut Dactylorhiza majalis. Am seeseitigen Deichfuß und auf den Sandbänken der Innenförde wachsen, begünstigt durch den nährstoffreichen Angespül, große Stauden wie die Sumpf-Kratzdistel Cirsium palustre.

Holnis Kliff

Holnis Kliff

Reste von Dünengesellschaften finden sich an den durch Touristen stark genutzten Stränden der Außenförde. Auch wenn hier der Bade- und Freizeitbetrieb vieles veränderte, findet man überall die charakteristischen Pflanzen der Vor- und der Weißdüne.

Die Vielfalt der Natur spiegelt sich auch in der Vogelwelt wieder. Bisher wurden etwa 130 Vogelarten beobachtet. Davon sind ca. 65 Arten Brutvögel. Im Kliff an der Westseite brüten jährlich etwa 80 Paare der Uferschwalbe in ihren selbst gegrabenen Höhlen. Am auffälligsten sind jedoch die vielen Wasser- und Seevögel. Auf den Stränden der Nehrung vor der Bucht und der Salzwiese brüten Austernfischer, Sandregenpfeifer und Küstenseeschwalbe. Die Salzwiese bietet Kiebitz und Rotschenkel einen geeigneten Lebensraum. Brandente und Mittelsäger bevorzugen Kaninchenbauten bzw. das Gestrüpp am Fuß der Steilküste.

Rauchschwalbe

Rauchschwalbe

Durch den Brückencharakter der Halbinsel nach Norden (Dänemark) ist Holnis während der Zugzeit im Frühjahr und Herbst beliebter Rast- und Futterplatz von Limikolen (Watvögeln). Daneben halten sich im freien Wasser Höcker- und Singschwäne, verschiedene Gänse sowie Schwimm- und Tauchenten auf.

Galloway

Highland Cattle

Anfahrt
Holnis erreichen Sie über die B 199 Kappeln - Flensburg. In Wees (von Norden) bzw. Ringsburg (von Süden kommend) verlassen Sie die B 199 und fahren Richtung Glücksburg. Die Halbinsel Holnis liegt etwa 8 km nordöstlich am Rande der Flensburger Förde.

Kontakt
NABU Schutzgebietsreferent
Hans Knöll
An der Steilküste 20
24960 Glücksburg
Tel.: 04631/2973
Naturschutzhütte Holnis Tel.: 04631-441688
Info@NABU-SH.de

NABU Faltblatt Naturschutzgebiet "Halbinsel Holnis" (250 KB)

Der Weg ins Schutzgebiet ...


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