Schleswig-Holstein.NABU.de Themen EU-Wasserrahmenrichtlinie Allgemeines

Die EU-Wasserrahmenrichtlinie in Deutschland

Deutschland: Es bleibt viel zu tun

Die EU-Wasserrahmenrichtlinie in der Bundesrepublik

Flussüberschwemmungen

Situation vieler Flüsse in Deutschland: Eingezwängt zwischen Siedlung, Verkehr, Klärwerk und durch landwirtschaftliche Nutzung sind negative Auswirkungen vorprogrammiert

Mit der am 22. Dezember 2000 in Kraft getretenen europäischen Wasserrahmenrichtlinie (WRRL) enden der Schutz und die Entwicklung der Gewässer zukünftig nicht mehr an Ländergrenzen. Gewässer werden nun gemäß ihrer natürlichen Gegebenheiten und ihres Wasserhaushaltes betrachtet.

Deutschland muss die WRRL in zehn Flussgebieten umsetzen:
Eider, Schlei/Trave, Warnow/Peene, Oder, Elbe, Ems, Weser, Maas, Rhein, Donau. Besondere Herausforderungen ergeben sich durch die notwendige länderübergreifende Kooperation bezüglich Ellbe, Oder, Maas und Donau.

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Durch technisierte Gewässerunterhaltung werden mit dem Baggergut alle Lebewesen - vom Insekt bis zum Frosch - aus dem Gewässergrund entnommen. Für viele Organismen das Todesurteil!

Millardenbeträge für den technischen Wasserschutz
In Deutschland wurden Milliardenbeträge in den technischen Wasserschutz investiert, um die Schmutzbelastungen zu vermindern - mit dem Erfolg, dass die Belastungen mit Schwermetallen oder dem Pflanzennährstoff Phosphat deutlich zurückgegangen sind. Viele Flüsse weisen heute einen nahezu ausgeglichenen Sauerstoffhaushalt auf. Im Rhein werden unterhalb der Stau-Stufen wieder Lachse angetroffen.

Deutliche Defizite
Deutliche Defizite bestehen noch hinsichtlich der Stickstoffbelastung, die hauptsächlich aus der landwirtschaftlichen Nutzung des Einzugsgebietes stammt, sowie der natürlichen Strukturvielfalt und Dynamik von Gewässern vorhanden:

  • Feuchtgebiete werden nach wie vor entwässert und damit ihrer wichtigen Funktionen im Naturhaushalt enthoben, z. B. als Filter für Grundwasser, Klimaschutz und Lebensraum.

  • Fließgewässer werden ausschließlich nach technischen und ökonomischen Sachzwängen ausgebaut oder unterhalten.

Als Folge wälzt sich eine Nährstofffracht über die Flüsse in die Meere oder versickert ins Grundwasser und damit in unser Trinkwasser!

Weitere Informationen ...

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