Schleswig-Holstein.NABU.de Natur vor Ort Raubsäuger Raubsäugerarten in Schleswig-Holstein
Raubsäuger in Schleswig-Holstein
Raubsäugerarten in Schleswig-Holstein
Portraits von Dachs bis Waschbär
Iltis
Schleswig-Holsteins Raubsäuger sind wichtige Glieder im Kreislauf der Natur. Welche Arten gibt es bei uns? Der NABU stellt sie Ihnen - zusammen mit dem Igel - vor!
Der Waschbär
Längst bei uns heimisch
Der Waschbär Procyn lotor stammt ursprünglich aus Nordamerika. Er bewohnt als nächtlicher Allesfresser vor allem Mischwälder in Gewässernähe, kommt aber auch in Gärten vor. Tagsüber hält er sich versteckt in Baumhöhlen, aber auch auf Dachböden auf. Regional ist er dadurch dem Menschen lästig geworden. Waschbären halten Winterruhe.
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Der Marderhund
Versteckte Lebensweise
Der Marderhund Nyctereutes procyonoides, auch Enok genannt, ist ein Bewohner feuchter Wälder, Flussauen und Niederungsgebiete. Er wird etwa 50-60 cm lang, die Schwanzlänge beträgt zusätzlich noch 13-18 cm. Marderhunde bewohnen einfache, selbstgegrabene Erdbaue sowie bewohnte und verlassene Baue von Fuchs und Dachs. Hier hält er auch - als einziger Hundeartiger - Winterruhe. Marderhunde sind nicht nur nachts aktiv. Aufgrund ihrer versteckten Lebensweise sind diese Neubürger (Neozoen) aber schwer nachweisbar.
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Der Fischotter
Ein Verfemter kehrt nach Schleswig-Holstein zurück
Der Fischotter besiedelte früher Deutschland in weiten Bereichen flächendeckend. Selbst Gewässer in menschlichen Siedlungen und sogar Häfen wurden genutzt, sofern hier genügend Versteckmöglichkeiten und ein ausreichendes Nahrungsangebot vorhanden waren. Auch in Schleswig-Holstein war der Fischotter weit verbreitet und an allen geeigneten Gewässern zu finden. Heute gibt es dagegen in Mitteleuropa nur noch kleine Restbestände. Die Art ist daher als prioritär in der EU-FFH-Richtlinie gelistet.
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Der Baummarder
"Goldkehlchen" ist der Schönste
Der Baummarder unterscheidet sich von seinem nahe Verwandten Vetter, dem Steinmarder, durch seine goldgelbe Kehle und das dunklere Fell. Der Kehlfleck ist im Gegensatz zum Steinmarder zumeist ungegabelt. Der Baummarder erreicht eine Länge von einem halben Meter, der buschige Schwanz ist nochmals rd. 30 cm lang. Der Baummarder ist ursprünglich ein weitgehend an Wald gebundenes Baumtier, das jedoch zunehmend auch die reich strukturierte Feldlandschaft aufsucht. Nachweise liegen für die Marsch vor. Mittlerweile ist er flächig verbreitet, fehlt jedoch auf Fehmarn und möglicherweise auf den Nordseeinseln.
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Der Steinmarder
Anpassungsfähiger Jäger
Der Steinmarder Martes foina ist etwa so groß wie eine Katze, aber schlanker und "leichtfüßiger". Er erreicht durchschnittlich eine Körperlänge ohne Schwanz von 46 cm und ein Körpergewicht von etwa 1650 g. Das Fell ist kakaofarben mit einem weißen Kehlfleck, der gabelförmig nach unten bis zur Mitte der Innenseite der Vorderläufe ausläuft. Darin unterscheidet er sich vom Baummarder mit seinem runden, goldgelben Kehlfleck.
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Das Hermelin
Anpassungsfähiger Jäger
Das Hermelin Mustela erminea ist braun und am Bauch weiß. Im Winter hat es im Norden ein weißes Fell. Es unterscheidet sich vom ähnlichen Mauswiesel durch seine Größe. Mit 24-31 cm Körperlänge und einem Schwanz von 9-14 cm ist das Tier um die Hälfte länger als das Wiesel. Der Schwanz ist doppelt so lang. Das Hermelin-Männchen wiegt 440 g. Nur Hermeline haben eine schwarze Schwanzspitze, die dem kleineren Mauswiesel fehlt. Das Hermelin bewohnt in Schleswig-Holstein alle Teile der Kulturlandschaft. Es kommt sowohl auf dem Festland, als auch auf den Inseln in Nord- und Ostsee vor und ist überall häufig. Es fehlt nur auf Föhr und Pellworm.
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Das Mauswiesel
Flinker Jäger auf Mäusepirsch
Das Mauswiesel bewohnt alle Teile der Kulturlandschaft, meidet aber die nassen Bereiche. In Schleswig-Holstein liegen Nachweise aus allen Landesteilen vor. Mindestens die Nordseeinseln Nordstrand und Sylt sind besiedelt. Vermutlich schwankt der Bestand in Abhängigkeit von der Feldmauspoulation. Angaben zur Verbreitungsdichte fehlen. Das Mauswiesel ist die kleinste Marderart in Europa.
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Der Mink / Farmnerz
Ein verwildertes Haustier
Farmnerze (Minke: Mustela vison f. domestica) sind verwilderte Haustiere, die ursprünglich aus Nordamerika stammen. Auf Grund der jahrzehntelangen Züchtungen können sie in unterschiedlichen Farbschlägen von schwarz bis silbergrau auftreten. Die Art hält sich bevorzugt in der Nähe stehender und fließender Gewässer auf. Die in Schleswig-Holstein lebenden Tiere (Erstnachweis: Um 1950 bei Reinfeld) gehen auf entwichene oder befreite Farmtiere zurück.
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Der Iltis / Das Frettchen
Gewässernähe bevorzugt
Der Iltis bevorzugt als Lebensraum eine reich gegliederte Landschaft in Gewässernähe, aber auch ländliche Siedlungen und Gehöfte werden aufgesucht. Die Art kommt fast überall im Lande vor. Die Bestandsentwicklung zeigt über weite Strecken eine gegenläufige Tendenz zu der des Steinmarders. Iltisse ernähren sich vor allem von Kleinsäugern (Mäusen und Ratten) und Vögeln. Aber auch Reptilien, Fische und Lurche werden gejagt.
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Der Fuchs
Schleswig-Holsteins größtes Landraubtier
Der Fuchs ist derzeit Schleswig-Holsteins größtes regelmäßig auftretendes Landraubtier. Er bevorzugt zwar eine deckungsreiche Landschaft, ist aber in fast jedem Gelände, einschließlich Dörfern, Städten und selbst im Watt anzutreffen. Er gräbt verzweigte Erdbauten, nutzt aber auch vielfältige andere Möglichkeiten als Tagesversteck, wie Holzstapel, Drainage-Rohre und Strohlager. Der Fuchs kommt fast überall im Lande vor, von den Nordseeinseln sind jedoch nur Nordstrand und (seit dem Bau des Hindenburgdammes) Sylt besiedelt. Erste Tiere haben wohl Amrum erreicht. Füchse werden vorwiegend als Konkurrenten des Jägers gesehen und deshalb stark verfolgt - ohne wirklich Einfluss auf die Bestandsgröße zu nehmen.
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Wolfsgarantiefonds Schleswig-Holstein
Angebot der Naturschutzorganisationen auf erweiterten Schadensausgleich fördert Akzeptanz für zuwandernde Wölfe

Der erste Wolf ist am 23. April 2007 nach Schleswig-Holstein zurückgekehrt. In der Nähe von Süsel bei Eutin / Kr. Ostholstein wurde das Tier früh morgens an der B76 überfahren. Genetische Untersuchungen ergaben, dass es aus demselben Genpool stammt wie die Wölfe, die Sachsen besiedelt haben. Mit der Zunahme von Wolfsnachweisen in Brandenburg und Sachsen, aber auch in Mecklenburg-Vorpommern und Niedersachsen, steigt die Wahrscheinlichkeit, dass sich Wölfe bei uns auch dauerhaft ansiedeln werden. Der NABU begleitet die Ankunft von Isegrim in unserem Bundesland.
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Der Dachs
Von Begasungsaktionen gebeutelt
Der Dachs besiedelt in Schleswig-Holstein vor allem das Hügelland und die Geest. Er bevorzugt Misch- und Laubwälder sowie Parklandschaften mit Waldinseln, Wiesen und Feldern. Seine Verbreitung richtet sich überwiegend nach der Beschaffenheit des Bodens, in den er umfangreiche Baue mit charakteristischen Eingängen gräbt. Nach Einstellung der Fuchsbegasung in den 70er Jahren des letzten Jahrhunderts, der viele Dachse zum Opfer fielen, haben sich die Bestände wieder erholt und in den letzten Jahren zugenommen.
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Schweinswale
Bedrohte Delphinart in der Ostsee

Wer heute die Ostsee mit seinem Segelboot befährt, kann mit einigem Glück noch einzelne Individuen einer Tierart entdecken, die früher zahlreich das Gebiet besiedelte und ein Unkundiger hier nicht vermutet hätte: Delphine, genauer - Schweinswale.
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Weit verbreitet – kaum bekannt
Der Seehund im Porträt

Fast jeder kennt den Seehund, aber nicht viele haben ihn schon in freier Wildbahn gesehen. Dabei sind Seehunde von den drei bei uns heimischen Meeressäugetierarten am besten zu beobachten, insbesondere in ihrem Verbreitungsschwerpunkt im Wattenmeer. Vom Strand aus oder auf einer Ausflugsfahrt zu den Seehundbänken lassen sich die Tiere gut beobachten und zeigen manchmal erstaunlich wenig Scheu.
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Nach Ausrottung wieder im Kommen
Die Kegelrobbe im Porträt

Obwohl sie Europas häufigste Meeressäugetierart ist, ist sie hierzulande weniger bekannt. Meist steht sie im Schatten ihres kleinen Vetters, des Seehunds. Das mag daran liegen, dass sie lange Zeit an den deutschen Küsten verschwunden war und das Wattenmeer erst seit ca. 40 Jahren wieder besiedelt. Sie ist jedoch nicht minder interessant. Immerhin ist sie das größte deutsche Raubtier.
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Igeln geht es draußen besser!
NABU bittet, Igel nicht einzusammeln | Naturgerechte Gartengestaltung der bessere Weg

Lange Zeit galten das Einsammeln kleiner Igel im Herbst und die Überwinterung im Haus als probates Mittel, dem Wildtier Igel Überlebenshilfe zu geben. Die gut gemeinten Aktionen erwiesen sich jedoch in der Praxis als wenig hilfreich. Heute ruft der NABU dazu auf, Igel im Herbst nicht aufzusammeln, sondern dem bestachelten Tier statt dessen im Garten Hilfen für das Überleben anzubieten.
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„Betrifft: Natur“, April 2012
Das NABU-Magazin als Download Mehr
Minimizing Risks for the Environment in Marine Ammunition Removal in the Baltic and North Sea MIREMAR
NABU, GRD, GSM: Conference Neumünster, Germany, 16. - 18. November 2010 Mehr
Kindergeburtstag mal anders feiern
Der Geburtstag steht bevor, doch noch keine Idee, was man mit den Kindern machen kann? Die Antwort: Der NAJU-Naturgeburtstag! Mehr
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Vom Eigenwert der Natur: Broschüre jetzt herunterladen! (0,9 MB) Mehr
NABU-Aktion: Europa sagt Nein zur festen Beltquerung!
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Vogel des Jahres 2012
Die Dohle ist Vogel des Jahres 2012. Erfahren Sie mehr über einen bedrohten Bewohner unserer Dörfer und des Grünlands. Mehr
Wer ist schon da?
Beobachten Sie tagesaktuell die Fledermaus- Aktivitäten in der Segeberger Kalkberghöhle! Mehr
