Schleswig-Holstein.NABU.de Natur vor Ort Meeressäuger Symposium Munitionsbeseitigung

Symposium ''Neue Methoden der Munitionsbeseitigung''

Symposium ''Neue Methoden der Munitionsbeseitigung in Nord- und Ostsee''

Ergebnisse der Fachtagung am 19. Oktober 2007 in Kiel

Meeressäugetiere wie Schweinswale erfreuen sich in der Bevölkerung großer Sympathie. Trotzdem sind Kenntnisstand und Bewusstsein über ihre Gefährdung durch menschliche Aktivitäten gering. Hauptursache für den anhaltenden Rückgang der Schweinswalbestände in Nord- und Ostsee ist vor allem der Beifang in Stellnetzen der Fischerei. Daneben sind Schweinswale durch Munitionssprengungen zur Beseitigung von Rüstungsaltlasten im Meer bedroht. Nach Schätzungen lagern in deutschen Hoheitsgewässern von Nord- und Ostsee zwischen 400.000 und 1,3 Mio. Tonnen Altmunition. Deren Beseitigung erfolgt traditionell durch Sprengung.

Flyer Symposium "Munitionsbeseitigung

Programm des Symposiums: Zum download bitte Grafik anklicken!

Hohe Schalldrücke und explosionsbedingte Druckwellen können jedoch bei Meeressäugetieren zu schwerwiegenden Verletzungen und Hörschäden führen. Mittlerweile wurden jedoch neue Methoden zur Beseitigung von Arsenalmunition bekannt und teils in der Praxis erprobt, die eine massive Schädigung der Meeresumwelt vermeiden helfen könnten. NABU, GSM und GRD haben auf dem Symposium die Kenntnisse über neue Methoden der Munitionsaltlastenbeseitigung zusammengetragen und über die Bedingungen für deren möglichen Einsatz diskutiert.

Programm Symposium - Die Grundlagen

Fachvorträge und Präsentationen

Grundmine mit TNT1

Korrodierte Grundmine mit herausbröckelndem TNT

o Begrüßung und Einführung
Ingo Ludwichowski
NABU Schleswig-Holstein

o Altmunition in Nord- und Ostsee - Eine Bestandsaufnahme
Dr. Stefan Nehring
AeT Umweltplanung, Koblenz

o Meeresnaturschutz und die Beseitigung von Altmunition - Artenschutzaspekte
Dr. Stefan Bräger
Meeresmuseum Stralsund

o Die Auswirkungen von Lärm auf Meeressäuger - Eine unterschätzte Gefahr
Sven Koschinski
Dipl. Biologe, Nehmten

o Beseitigung konventioneller Altmunition im Meer - Risikobetrachtung zum Fundort Heidkate
Axel Lüdders
Innenministerium des Landes Schleswig-Holstein, Kiel

Helmut Preugschat
Leiter Amt für Katastrophenschutz Schleswig-Holstein, Kiel

o Eine Frage der Verdünnung? - Toxikologische Betrachtung konventioneller Munition und Giftgasgranaten
Dr. Hermann Kruse
Institut für Toxikologie und Pharmakologie an der CAU Kiel

o Unterwassersprengung als unvollständiger Verbrennungsprozess - Welche bedenklichen Stoffe gelangen bei Sprengungen ins Meer?
Fritz Pfeiffer
Büro für Umweltgeologie & Sicherheitsforschung BfUS, Marburg

o Beseitigung von Giftgasmunition - Rechtliche Probleme und Lösungsmöglichkeiten
Dr. Thomas Stock
Fa. Dynasafe Germany GmbH, Mülheim

Programm Symposium - Die Praxis

Neue Ideen und Methoden in der Praxis

Schweinswal

o Alternative I: Bergung durch Vereisung - Kampfmittelbeseitigung in der Ostsee
Claus Mayer
Nordseetaucher GmbH, Ammersbek

o Alternative II: Ab in den Gefriersarg - Munitionsbergung unterkühlt
Gunther Pfeiffer
International Free Bomb Squad, Gau-Odernheim

o Alternative III: Hochgespült und weggestrahlt - Munitionsbeseitigung im UV-Licht
Dr. Rainer Haas
Büro für Altlastenerkundung und Umweltforschung, Marburg

Gunther Pfeiffer
International Free Bomb Squad, Gau-Odernheim

o Alternative IV: Sanfte Sprengung - Blasenvorhänge zur Lärm- und Druckminderung
Klaus Wreth
CompAir Drucklufttechnik, Lübeck

o Alternative V: Robotic und Munitionsbergung
James Barton
Underwater Ordnance Recovery, Norfolk, USA

o Alternative VI: Handhabung und Entschärfung bezünderter Munition mittels Wasserstrahltechnik
Franz Eder
ANT Applied New Technologies AG, Lübeck

o Diskussion und Ergebnisse

Veranstalter und TeilnehmerInnen

Organisationen - who is who

Symposium NMunition 11a

Die Organisatoren des Symposium: Sven Koschinski und Ingo Ludwichowski (v.l.)

Eine Veranstaltung von
NABU Schleswig-Holstein
Färberstr. 51, 24534 Neumünster

Gesellschaft zum Schutz der Meeressäugetiere GSM
Kieler Straße 2, 25451 Quickborn

Gesellschaft zur Rettung der Delphine GRD,
Kornwegerstr. 37, 81375 München

Sponsoren
Gefördert von der Umweltlotterie BINGO!

Teilnehmerliste des Symposiums (pdf)

Weitere Informationen ...

Fragen und Fakten zum MunitionsgebietDie Kolberger Heide vor Heidkate

Die Kolberger Heide war ursprünglich ein ausgedehntes, sandiges Heidegebiet, das sich vor der Küste der Probstei an der Kieler Außenförde ins Meer erstreckte. Set langem überflutet, diente es nach dem Zweiten Weltkrieg als Versenkungsgebiet für Munition. mehr Mehr

English Version

Results of the expert conference held in Kiel on 19 October 2007 Symposium ''New Methods of Ammunition Removal in the North and Baltic Sea''

The main reason for the continuous decrease of harbour porpoise population are the set nets of the fishing industry. But also high sound pressure and explosion related shock waves of ammunition explosions can lead to severe injuries and hearing impairment for marine mammals. At the symposium, NABU, GSM and GRD brought together information about new methods of ammunition removal. mehr Mehr

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