Schleswig-Holstein.NABU.de Natur vor Ort Fledermäuse Organisation des Fledermausschutzes Ambulanz - Unsere Patienten

Erste Fledermaus-Winterschlafgäste aufgenommen

Aktuelles aus der Fledermausambulanz

Hier erfahren Sie, wer gerade bei uns in Behandlung ist

Britta Wesche in der Fledermausambulanz

Britta Wesche in der Fledermausambulanz

Winter 2009/2010 und 2010/2011 - Fledermäuse im Klima-Stress Der Klimawandel mit seinen für die Jahreszeiten ungewöhnlichen Temperaturen bringt auch die Fledermäuse durcheinander. Die anhaltende Hitzewelle im Juni/Juli 2010 mit Temperaturen über 30° C machte auch den Fledermäusen zu schaffen. Auch im Frühling 2011 hatten wir eine ungewöhnliche Hitzeperiode. Geschwächte, durstige Tiere fielen häufig aus ihrem Quartier. Kaum waren die ersten Jungtiere flugfähig, schlug das Wetter in ein anderes Extrem um: Dauerregen. Das bedeutet Insektenmangel für die Fledermäuse. Der NABU beriet fast täglich Menschen, die ein Tier gefunden hatten und die Pflege selbst übernehmen wollten.

Im Winter 2009/2010 wie auch 2010/2011 mussten viele Tiere im Keller der NABU-Fledermausambulanz überwintern, da sie sehr abgemagert waren. Bericht: Lübecker Nachrichten.

Unsere Fledermaus-Patienten der letzten Monate

Viele Tiere konnten gerettet werden, aber es gab auch traurige Schicksale

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Hier möchten wir Ihnen einige unserer Pfleglinge vorstellen. Viele Tiere konnten so schnell wieder ausgewildert werden, dass wir nicht einmal die Zeit für ein Foto hatten. Gerade in der Zeit, in der die Jungtiere geboren werden, ist es wichtig, "Findelkinder" so schnell wie möglich zu ihren Müttern zurückzusetzen. Die Heimführung verläuft in vielen Fällen auch erfolgreich. Im Winter schlafen einige Tiere bei uns im Keller, bis das Wetter eine Auswilderung zulässt. Verfolgen Sie hier das Schicksal unserer Pfleglinge!

Gefällt Ihnen diese Internetseite? Möchten Sie unsere ehrenamtliche Arbeit unterstützen? Dann würden wir uns über eine kleine Spende für die Fledermaus-Patienten sehr freuen!
Spendenkonto:
NABU-Konto Nr. 74020, BLZ 230 510 30, Sparkasse Südholstein
Stichwort: Fledermausambulanz

Sehen Sie die Geschichte von: 'Hans im Glück'


Ein Braunes Langohr war zu mager fürs Winterquartier

Die Patientin wird in der Ambulanz überwintern

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Im Ambulanz-Schuppen ist winterschlafen angesagt

Anfang Oktober 2011 wurde ein Braunes Langohr in Neustadt gefunden. Das Tier war sehr geschwächt und brachte für den baldigen Winterschlaf zu wenig auf die Waage. Eine ganze Zeit wurde das junge Fledermausweibchen von einem NABU - Kollegen intensiv gepäppelt. Wir entschieden uns dazu, das Tier nicht bei unbeständigem Novemberwetter auszuwildern, da es offenbar den Anschluß an die "Verwandschaft" verloren hatte.
1. Dezember 2011: "Flausch" hatte mal wieder schlecht gefressen und abgenommen. 8,4 Gramm sind zu wenig. Ab heute gibt es fünf mal täglich Futter und sehr viel Wasser.
7. Dezember 2011: 10,6 Gramm zeigt die Waage heute an! Ab heute schläft Flausch im Schuppen der Ambulanz. Ein nasses Handtuch über ihrer Pflegekiste soll für genügend Feuchtigkeit sorgen. Wasser und ein Schüsselchen mit Mehlwürmern stehen bereit, falls unser Gast doch noch Appetit bekommt.
27. Dezember 2011: Bei Außentemperaturen um 10 - 12 °C ist es unserer Flausch einfach zu warm zum winterschlafen. Jeden zweiten Tag kontrollieren wir vorsichtig ihre Schlafkiste. Und siehe da: Sie hat sich sehr häufig an dem bereitgestellten Schüsselchen mit Mehlwürmern bedient!

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Plecotus auritusBraunes Langohr

Auf den ersten Blick fallen bei dieser Fledermausart die namensgebenden großen Ohren auf, die beinahe so lang sind wie der Körper. Damit können sie noch leiseste Echos ihrer Ultraschallrufe und Krabbelgeräusche ihrer Beute wahrnehmen. mehr Mehr

Rauhhautfledermaus wurde von Sturmböen erfasst

Die Fledermaus schaffte es nicht ins sichere Quartier

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Diese Rauhhautfledermaus hat schon einen Winterspeck-Kragen

Nächtelang Sturm und Regen:
15. September 2011: Eine jugendliche Rauhhautfledermaus wurde wahrscheinlich beim Anflug in ihr Quartier am Giebel eines Hauses abgetrieben. Glücklicherweise stand eine mit Blumen bepflanzte Zinkwanne vor der Haustür. Darunter hat das Fledermaus-Weibchen erstmal Schutz vor dem Regen gesucht. Am Morgen wurde das schlafende Tier gefunden.

Eine Untersuchung in der Ambulanz ergab, daß das Tier flugfähig ist. Für eine jüngere Fledermaus war sie mit 11 Gramm Körpergewicht wohlgenährt. So wurde der kleine Kobold noch am selben Abend wieder am Fundort ausgewildert!

Auch das Quartier der Fledermaus und ihrer Familie wurde gefunden. Die Hauseigentümer haben sich sehr über ihre bisher unbemerkten Mieter gefreut und erhalten eine Plakette: "Fledermausfreundliches Haus".

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Pipistrellus nathusiiRauhautfledermaus

Rauhautfledermäuse sind nur wenig größer als die nah mit ihnen verwandten Zwerg- und Mückenfledermäuse. Sie gelten als "Waldfledermäuse", da sie gerne Sommerquartiere in Baumhöhlen oder Fledermauskästen beziehen. Aber auch die Besiedelung von Quartieren an Gebäuden ist bei dieser Fledermausart nicht selten. mehr Mehr

Mückenfledermaus brach sich das Bein

Bei uns ist das junge Fledermausmännchen in Reha und übt fliegen

24. Juli 2011: Sturm und Starkregen - ein regennasses Mückenfledermaus-Männchen wurde vor einer Haustür gefunden. Auf den ersten Blick sah das junge Tier nur ein wenig unterernährt aus, kein Wunder bei den regnerischen Nächten! Also gab es erstmal eine Mehlwurm-Mahlzeit. Bei genauerer Untersuchung des Tieres fiel auf, daß es nur ein Hinterbein benutzte und ständig laut zirpte. Das linke Bein war gebrochen!
25. Juli 2011: Unser kleiner "Schimpf" hat einen eisernen Überlebenswillen. Er bekommt mehrmals täglich Futter, so daß er die übrige Zeit still hängen kann, damit das Beinchen heilt.
10. August 2011: Erster Heilungserfolg: Unser kleiner Patient putzt sich mit dem linken Fuß! Beim Klettern schont er das linke Bein kaum noch.
15. August 2011: Schimpf macht die ersten kleinen Probeflüge im Ambulanzraum. Er klettert eifrig, zieht das linke Bein aber noch nach. Ab heute wird er zweimal täglich fliegen üben.
27. August 2011: Zur Batnight in Bad Segeberg kam auch der Finder unseres kleinen Patienten. Er hat inzwischen das Fledermausquartier an seinem Haus entdeckt und ca. 30 ausfliegende Tiere gezählt!
Schimpf wird noch ein paar Tage fliegen üben...
1. September 2011: Fledermäuserich Schimpf fliegt inzwischen im Wohnzimmer der Pflegerin von Wand zu Wand, wendet ab und versteckt sich z. B. hinter einem Bild. Er hat gelernt, mit Ultraschall die kleinsten Ritzen orten.
2. September 2011: Heute ging es endlich nach Hause: Das Fledermausquartier befindet sich unter den oberen Dachziegeln eines zweigeschossigen Wohnhauses. Das war eine "Mutprobe" für die Pflegerin, die mit der Fledermaus in der Jackentasche sehr hoch auf die Leiter klettern musste. Oben angekommen schimpfte Schimpf nicht mehr: Leise piepsend kletterte er geschickt in die Ritze unter die Dachziegel zu seiner Familie!
In den nächsten Tagen wird es sommerliches Wetter geben, dann kann der kleine Fledermäuserich seine Flugkünste noch optimieren.
Wir wünschen ihm viel Erfolg bei der Jagd!

Zwergfledermaus verirrte sich in Wohnhaus

Fast eine Woche lebte das Fledermaus-Weibchen in den Wohnräumen

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"Ich bin so klein wie eine Streichholzschachtel - habe aber bemerkenswerte Zähne!"

Junge Fledermäuse müssen das Fliegen erst üben. Wenn es mit dem Lenken im Flug noch nicht so klappt, gelangen sie auch mal durch ein geöffnetes Fenster versehentlich in unsere Wohnräume.

25. Juli 2011: Nach fast einer Woche wurde eine juvenile Zwergfledermaus in einem Wohnhaus gefunden. Die Hausbesitzer vermuteten schon seit ein paar Tagen, daß sie "Besuch" bekommen hatten. Das Fledermausweibchen "Fräulein S." wurde in der Ambulanz abgeliefert und bekam erst einmal viel zu trinken. Als der erste Durst gestillt war, nippte sie zaghaft an Mehlwurmbrei. Gegen Mitternacht kam sie auf den Geschmack: "Fräulein S." vertilgte zügig 10 Mehlwürmer!

27. Juli 2011: Heute gab es vorerst nur ein kleines Frühstück. Die Zwergfledermaus sollte im Ambulanzraum des NABU zeigen, ob sie fliegen kann. Und das konnte sie! Erst nach zwanzig Minuten, als "Fräulein S." über die Gardinenstange auf die Fensterbank geflogen war, hatte die Pflegerin eine Chance, sie einzufangen.
Am selben Abend wurde die Fledermaus vor dem Haus ihrer Finder ausgewildert. Sie sprang mit geöffneten Flügeln von der in die Höhe gestreckten Hand der Pflegerin, kreiste noch einmal über dem Garten und verschwand in der Nacht.

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Pipistrellus pipistrellusZwergfledermaus

Die Zwergfledermaus wiegt nur so viel wie ein Stückchen Schokolade und passen theoretisch in eine Streichholzschachtel. Kannte man bis vor wenigen Jahren nur die Zwergfledermaus, weiß man heute, dass es zwei kleine Fledermausarten gibt. mehr Mehr

Junge Mückenfledermaus nur eine Nacht gepäppelt

Ende Juni: Der erste Fledermaus-Nachwuchs kann schon fliegen

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Hier geht es der jungen Mückenfledermaus schon fast wieder gut

27. Juni 2011: Eine sehr geschwächte junge Mückenfledermaus wurde auf dem Rasen neben einer Garage gefunden. Die aufmerksame Finderin wollte die Pflege lieber einem Fledermausexperten überlassen. So kam das von Parasiten stark befallene Tier in die NABU-Fledermausambulanz. "Liese" hat erstmal viel getrungen. Mehlwürmer mochte sie auch sehr gern. So konnte die Pflegerin sie während des Fressens in mühsamer Kleinarbeit von den Parasiten befreien.
28. Juni 2011: Aus der dürren Liese ist nach etlichen Mahlzeiten eine stattliche kleine Fledermaus geworden. Am Mittag hat sie einen "Probeflug" im Ambulanzraum des NABU erfolgreich absolviert! Bis zum Abend hat die kleine Fledermaus noch zahlreiche Mehlwürmer gefressen und konnte dann am Fundort ausgewildert werden: Sie startete im Beisein ihrer Finderin vom Handschuh der Pflegerin in den Abendhimmel.

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Pipistrellus pygmaeus / mediteraneusMückenfledermaus

Die Mückenfledermaus ist wie die Zwergfledermaus unsere kleinste schleswig-holsteinische Fledermausart. Beide wiegen nur so viel wie ein Stückchen Schokolade und passen theoretisch in eine Streichholzschachtel. Im Flug, mit ausgebreiteten Flügeln, wirken sie größer - etwa so wie ein Spatz. mehr Mehr

Besuch aus Hamburg: Fledermaus litt unter der Hitze

Eine stark geschwächte Rauhhautfledermaus wurde am NABU-Stand abgegeben

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Hier geht es der Fledermaus bereits wieder gut: Kurz vor der Auswilderung

14. Mai 2011: Die NABU-Mitarbeiter für Öffentlichkeitsarbeit hatten einen Infostand im Hamburger Hanseviertel. Ein besorgter Bürger brachte ihnen eine offensichtlich geschwächte Fledermaus, die vor der Tür der Geschäftszeile auf dem Boden lag. Mangels Hamburger Kontaktadresse nahmen die Mitarbeiter das Rauhhautfledermaus-Weibchen mit nach Bad Segeberg. Die lange Autofahrt war sehr anstrengend für das durstige Tier. Die kleine "Hansa" konnte sich aus eigener Kraft nicht mehr auf `Betriebstemperatur´ aufwärmen. Bis weit nach Mitternacht hat sie, eingehüllt in warme Tücher, tröpfchenweise Wasser aus einer Spritze geleckt. Später haben wir das Wasser mit Drohnenbrut verdünnt, um das Tier zu päppeln.
15. Mai 2011: Ein großer Schritt ist geschafft: Hansa leckt Mehlwurm-Brei!
16. Mai 2011: Und jetzt sind wir wohl auf der sicheren Seite: Unsere Patientin frisst geköpfte Mehlwürmer!
19. Mai 2011: Hansa hat fast 3 Gramm zugenommen und will beim Füttern nicht mehr still sitzen. Heute sind wir dann mit der Bahn nach Hamburg zu `Planten und Blomen´ gefahren. Die Fledermaus war wieder sehr erregt und schien sofort zu wissen, daß sie wieder zu Hause ist. Hansa startete gleich von der Hand aus und flog zielstrebig in Richtung Hanseviertel! Alles Gute!

Langes Bangen um ein Braunes Langohr

Fledermaus war zu schwach, ihr Winterquartier zu verlassen

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Tagelang hing das unterernährte Tier an der Wand einer Kellerruine

29. März 2011: Ein Braunes Langohr hing seit Tagen in einer Kellerruine, obwohl andere Fledermäuse nachts schon zur Jagd flogen. Das unterernährte Weibchen hatte gerade die Größe einer Zwergfledermaus. Wir haben uns entschieden, das Tier mitzunehmen und in der Fledermausambulanz zwei Tage zu päppeln. Leider wollte die Fledermaus das Hilfsangebot nicht annehmen: Sie hat nicht einmal ihr Maul geöffnet. Ein paar Wassertröpfchen, mehr wollte das Tier mit den großen Ohren nicht annehmen.

30. März 2011: Was tun? Erstmal haben wir die kleine Fledermaus ins Quartier zurückgesetzt. Vielleicht fängt sie sich in der folgenden Nacht doch etwas, worauf sie Appetit hat.

31. März 2011: Die Fledermaus saß noch unverändert an der Kellerwand und fiel bei Berührung zu Boden! Also haben wir sie wieder mit in die Fledermausambulanz genommen. Sie verweigerte aber Mücken und Mehlwürmer.

1. April 2011: Ein weiterer Versuch, dem inzwischen völlig geschwächten Tier zu helfen machte uns Hoffnung: Die Patientin schleckte vorsichtig ausgepresste Drohnenbrut aus einer Spritze. Sie schaffte 0,5 ml zu einer Mahlzeit. Stündlich bis weit nach Mitternacht hat "Biene" ihren Drohnenbrei bekommen.

2. April 2011: Heute früh war Biene nach 0,5 ml Brei noch nicht satt. Sie bekam noch einen geköpften Mehlwurm angeboten und nahm dann gleich noch 15 weitere....

5. April 2011: Mit täglich fünf bis sechs Mahlzeiten hat Pflegling Biene ordentlich zugenommen und wiegt bereits 7,8 Gramm!

9. April 2011: Heute früh brachte Biene 8,4 Gramm auf die Waage! Ein warmes, sonniges Wochenende ist angesagt. Das verspricht auch einen gedeckten "Insekten-Tisch". Am Abend haben wir das Braune Langohr nahe ihres Fundortes aus der Pflegekiste entlassen. Biene landete erstmal an einem nahestehenden Wohnhaus, und flog kurze Zeit später in ein kleines Wäldchen. Wir wünschen einen guten Jagderfolg!

Breitflügelfledermaus landete entkräftet auf Parkplatz

Eine aufmerksame Kielerin rettete dem Tier das Leben

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Ganz sicher gibt es in der Fledermausambulanz auch sonntags frische Mehlwürmer

13. März 2011: An diesem Sonntag fand eine Kielerin eine völlig entkräftete Breitflügelfledermaus auf einem Parkplatz nahe ihner Wohnung. Die Finderin nahm Kontakt zu einer Fachfrau aus der Arbeitsgruppe Fledermausschutz auf. Doch sie hatte auch keine Mehlwürmer......war aber auf dem Weg nach Bad Segeberg. So kam das Breitflügelfledermaus-Weibchen "Erika" in die Fledermausambulanz. Anfangs hat das bis auf 11 Gramm abgemagerte Tier nur getrunken, später Drohnenbrut- und Mehlwurmbrei geleckt.

14. März 2011: Wir atmen auf: Erika frisst Mehlwürmer! Sie muß ihr Gewicht in der nächsten Zeit noch mehr als verdoppeln. Außerdem beobachten wir die Heilung einer Flughautverletzung.

21. März 2011: Erika hat gut zugenommen: Sie wiegt bereits 23 Gramm. Heute wurde sie schon einmal nach Kiel abgeholt. Die Kieler Fledermausexpertin wird sie noch ein paar Tage päppeln. Jetzt warten wir noch auf frühlings-warme Nächte!

22. März 2011: Wir sind wieder in großer Sorge: Fledermaus Erika hat uns die lange Autofahrt nach Kiel übel genommen und verweigert ihr Futter!

23. März 2011: Die Kieler Kollegin hat Erika´s Pflegekiste, aus Segeberg abgeholt - sie war noch nicht gereinigt worden. Kaum hing die Fledermaus wieder in "ihrer" Kiste, hat sie gut gefressen.
28. März 2011: Breitflügelfledermaus Erika hat im Wohnzimmer ihrer Pflegerin gekonnte Flugrunden absolviert und ist daraufhin in Kiel wieder ausgewildert worden. Alles Gute!

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Eptesicus serotinusBreitflügelfledermaus

Obwohl Breitflügelfledermäuse - mit einer Spannweite von 32 bis 38 cm - zu unseren größten Fledermäusen zählen, verstecken sie sich am Tage meist so gut in engen Spalten, dass man die Tiere kaum einmal zu sehen bekommt. Nur in seltenen Fällen hängen sie frei sichtbar auf dem Dachboden. mehr Mehr

Mückenfledermaus vom Regen aus Felsspalte gespült

Schüler fanden das nasse, Gips-verschmierte Tier auf dem Kalkberg

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Vorher und nachher... der Mückenfledermaus geht es wieder gut

9. Februar 2011: Bei einem Schulausflug fanden die Schüler der Segeberger Rantzau-Schule eine nasse, völlig mit Gips verschmierte Mückenfledermaus an der Grotte auf dem Kalkberg. Sie brachten das Tier ins Noctalis Fledermauszentrum, von dort wurde es in die Obhut der NABU-Fledermausambulanz gegeben. Wahrscheinlich hatte der Starkregen der letzten Tage das Tier aus seinem Winterschlaf-Quartier am Berg gespült. Mit einem Wattestäbchen und lauwarmen Wasser wurde "Gipsy" erstmal gereinigt und zum Trocknen in Toilettenpapier gehüllt. Abends hat er schon Mehlwurmbrei geleckt.

Am nächsten Tag, dem 10. Februar 2011 klappte es schon besser: Der kleine Kerl verdrückte fünf ganze Mehlwürmer und sieht wieder gepflegt aus!

14. Februar 2011: Gipsy hat mehr als ein Gramm zugenommen. Heute ist er ins Winterschlaf-Quartier im Keller der Fledermausambulanz umgezogen. Bis zum Frühling kann er noch ein paar Wochen schlafen.

11. März 2011: Das Wetter wird frühlingshaft: Heute kam Gipsy noch einmal auf die Waage. Mit 5 Gramm hatte er ein optimales Gewicht. Nach einer Abschieds-Mahlzeit und viel Wasser haben wir ihn zusammen mit Zwergfledermaus Louis in einen Fledermaus-Kasten im NABU-Garten gesetzt. Wir wünschen beiden alles Gute!

Wo ist denn nur der Weg nach draußen?

Mehr als 20 Mückenfledermäuse verirrten sich in einem Zimmer unter dem Dach

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Hier gibt es gleich Futter

2./3. Februar 2011: Mehr als 20 Mückenfledermäuse sind nicht nach draußen, sondern durch die Ritzen der Holzverkleidung in ein Zimmer geflogen. Für wenige Tiere kam leider jede Hilfe zu spät. 20 Tiere werden zur Zeit gepäppelt.

Zwei Mitarbeiter der NABU Landesstelle für Fledermausschutz und -forschung haben jeder eine Zehner-Gruppe zu füttern: Eine echte Herausforderung! Nachmittags wird ca. zwei Stunden gefüttert, abends noch einmal - da kommen auch die geübten Fledermausexperten an ihre Grenzen...

Am 6. Februar 2011 sind schon sechs Fledermäuse wieder ausgewildert worden.......und vier neue Pfleglinge kamen dazu!

Am 8. Februar 2011 sind noch einmal sechs Tiere ausgewildert worden.......und wieder kamen sechs neue hinzu.

Am 10. Februar 2011 wurden neun weitere Tiere in die Freiheit entlassen.

Am 16. Februar 2011 wurde das Fledermausquartier in Kooperation von Hauseigentümer und NABU-Landesstelle für Fledermausschutz und -forschung optimiert. Alle kleinen Schlitze, durch die die Mückenfledermäuse in die Wohnräume gerutscht waren, wurden fachgerecht verschlossen. So können jetzt wieder beide "Mietparteien" ungestört von einander im Haus wohnen: Die Fledermäuse oben im Dach - die Menschen unten im Haus!

Geselliges Treiben ...

10 Mückenfledermäuse geben während des Fütterns und bei der anschließenden Körperpflege ein lautes Konzert

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Rauhhautfledermaus im Frisörsalon

Aus Unwissenheit der Menschen wurde das arme Tier bis zur Erschöpfung gescheucht

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Reha-Maßnahme in der Ambulanz-Pflegekiste

3. Februar 2011: Ein Tierhilfe-Notdienst brachte am Abend eine Rauhhautfledermaus in die NABU-Fledermausambulanz. Das Männchen war in einen Frisörsalon in Neumünster eingeflogen und löste Angst und Panik unter den Anwesenden aus.

Die größte Angst hatte allerdings die kleine Fledermaus, die bis zur Erschöpfung gescheucht wurde. Der kleine Kobold wog nur noch 6,4 Gramm und wird zur Zeit hochgepäppelt. Beim Füttern ist "Raudi" dann noch einmal ausgebüxt und flog mit dem Mehlwurm im Maul seine Runden, bis er schließlich an der Lampe landete.

14. Februar 2011: Raudi hat sich gut erholt. Bis zum Frühling dauert es noch ein paar Wochen, darum schläft er jetzt im Keller der Fledermausambulanz.
14. März 2011: In den letzten Tagen hatte sich der Frühling angekündigt, das hat auch Raudi bemerkt. Er wechselte mehrmals seinen Schlafplatz. Heute wurde er hinter der NABU Geschäftsstelle in Neumünster wieder in die Freiheit entlassen.

Auch ein Großer Abendsegler überwintert bei uns

Diese Fledermaus saß mehrere Tage in einem geheizten Zimmer

Fledermaus-pflegekiste-winterquartier

"Bitte nicht stören!" - Hier wird fest geschlafen

Seit dem 5. Januar 2011 hält ein Großer Abendsegler im Keller der Ambulanz Winterschlaf. Das Männchen wurde schon am 21. Dezember 2010 gefunden. "Klaus" hat großes Glück gehabt. Er saß mehrere Tage hinter einem Schrank in einem geheizten Zimmer und war sehr dehydriert und abgemagert.
In den ersten Tagen in Pflege hat er mehrmals täglich sehr viel getrunken. Erst später konnte er fressen. Inzwischen hat Klaus fast 10 Gramm zugenommen und wiegt über 30 Gramm. Er schläft jetzt in einer 5-Sterne-Pflegekiste und hängt hier hinter einem Brett - wir wollten ihn für ein Foto nicht stören.
Am 6. Februar 2011 ist Klaus vom stürmischen Wetter geweckt worden und hat 35 Mehlwürmer gefressen und viel getrunken.
19. März 2011: In den letzten Tagen hat Klaus noch leckere Mehlwurm-Mahlzeiten bekommen. Heute hat sein Finder ihn zur Auswilderung abgeholt. Er wurde in einen Fledermaus-Kasten gesetzt. Dieser hängt jetzt am Carport des Hauses, in dem der Fledermäuserich gefunden worden war. Wenn Klaus möchte, kann er jetzt zur Jagd fliegen - wir wünschen ihm viel Erfolg!

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Nyctalus noctulaGroßer Abendsegler

Der Große Abendsegler ist eine große Fledermausart mit einer Flügelspannweite von etwa 32 bis 40 cm. Abendsegler haben ein kurzes, eng anliegendes Fell mit einfarbig rostbrauner Farbe. Das Rückenfell hat einen samtartigen, fettig wirkenden Glanz. mehr Mehr

Noch eine Zwergfledermaus: Sie landete im Gästezimmer eines Reetdachhauses

Auch diese Fledermaus war zu geschwächt, um in ihr Quartier zurückzukehren

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Der Mehlwurm schmeckt dieser Zwergfledermaus auch im Winter gut

5. Januar 2011: Dieses Zwergfledermaus-Männchen kletterte durchs Gebälk eines Reetdachhauses und landete im Gästezimmer. Mit ihren 5,4 Gramm wäre diese Fledermaus nicht mehr durch den bislang harten Winter gekommen. Außerdem hatte der kleine "Floh" großen Durst. Er wurde ein paar Tage in der Ambulanz gepäppelt und hat zwei Gramm zugenommen.

Seit dem 9. Januar 2011 hält auch Floh mit 6,6 Gramm Körpergewicht Winterschlaf im Keller der Fledermaus-Ambulanz.

15. März 2011: Vorgestern wurde Floh noch einmal gefüttert und untersucht. Heute war der große Tag für ihn: Er durfte nach Hause! Der kleine Kobold schien schon zu wissen, wo er war, als wir mit ihm im Garten standen. Er flog sofort gekonnt um das Reetdachhaus und verschwand.

Eine Zwergfledermaus suchte Schutz im Büro der Ärztekammer

Als die Mitarbeiter den kleinen Kerl entdeckten, flüchtete er erstmal unter den Aktenschrank

Zwergfledermaus Winterschlaf Ambulanz

Bis das Wetter etwas milder wird, schläft der Fledermäuserich im Ambulanz-Keller

15. Dezember 2010: Bei frostigem Wetter erreichte uns ein Notruf aus der Ärztekammer Schleswig-Holstein. Eine Zwergfledermaus war ins Büro geflogen. Der Hausmeister hatte das Tier dann erstmal in einen Karton gesetzt. Bei der Untersuchung des Findlings in der Fledermaus-Ambulanz stellte sich heraus: Der kleine "Louis" war stark dehydriert.

Möglicherweise hatte er sich schon länger unbemerkt im beheizten Büro aufgehalten. Manchmal ist es unglaublich, wie viel so ein kleines Tierchen trinken kann... Und guten Appetit hatte der kleine Kobold auch gehabt, bevor er mit seiner Pflegekiste in den Keller der NABU-Landesstelle umgezogen ist. Dort wird er jetzt unter unserer Kontrolle seinen Winterschlaf fortsetzen.

11. März 2011: Genug geschlafen - es wird Frühling. Nach dem Wiegen (5,9 Gramm) gab es noch eine Abschieds-Mahlzeit und viel Wasser. Zusammen mit Mückenfledermaus Gipsy wurde Louis in einen Fledermauskasten im NABU-Garten gesetzt. Wir wünschen beiden alles Gute!

Die Polizei - Freund und Helfer für eine Fransenfledermaus

Ein Fransenfledermaus-Männchen legte eine Pause auf der Toilette der Segeberger Polizeidienststelle ein

Fransenfledermaus Nikomaus

Ganz verschlafen blinzelt der kleine Fransenfledermäuserich in die Kamera

6. Dezember 2010: Heute ging ein Fledermaus-Notruf der Segeberger Polizeidienststelle bei uns ein: Eine Fledermaus hing auf der Herren-Toilette. Der kleine Kobold war ein Fransenfledermaus-Männchen. Eigendlich sollten Fransenfledermäuse im Dezember schon alle in der sicheren Kalkberghöhle schlafen. Der kleine "Nikomaus" hatte wohl versucht, noch schnell vom Wald in die Höhle umzuziehen. Auf halber Strecke hatte er dann erstmal bei der Polizei Schutz gesucht.

Nikomaus war etwas zu mager für den Winterschlaf und wurde in der Fledermausambulanz ein paar Tage gepäppelt.

10. Dezember: Unser kleiner Patient hatte 2,5 Gramm zugenommen. Bei leichtem Schneefall haben wir ihn in einen Fledermaus-Einflugkasten an der Kalkberghöhle gesetzt. Von dort aus flog er gleich in ein sicheres Spaltenversteck. Schlaf´gut, bis zum Frühling!

Das Garagentor verletzte "Flipp" schwer

Dank der aufmerksamen Hausbesitzer konnte die Mückenfledermaus gerettet werden

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Dieser kleine Mückenfledermäuserich ist ein echter Kämpfer

17. Oktober 2010: Ein schwer verletztes Mückenfledermaus-Männchen aus Willingrade wurde zu uns gebracht. Der kleine Kerl hatte sich zwischen Mauer und Garagentor gezwängt. Beim Öffnen des Tors wurde ihm zwischen dem linken Ohr und der Schulter auf 14 mm Länge die Haut aufgerissen. Auf der rechten Seite wurde sein Bein gequetscht. Die aufmerksamen Hausbesitzer bemerkten, dass etwas herunter plumpste und bargen den kleinen Kobold. Bei einer so schweren Verletzung sind die Überlebens-Chancen sehr gering.

Aber "Flipp" ist ein Kämpfer! Die Wunde wurde täglich desinfiziert und er hat ausreichend gefressen. Um den Heilungsprozess zu beschleunigen, platzierten wir das Kranken-Quartier auf einem Wärmegerät. Nach zwölf Tagen lösten sich erste Schorf-Partikel. Verschiedene Probeflüge waren erfolgreich.
Am 31. Oktober 2010 haben wir Flipp in sein Quartier im Dach der Garage gesetzt. Hier waren auch Kotkrümel seiner Verwandtschaft zu finden. Wir hoffen, dass er sich ihnen schnell wieder anschließt. Alles Gute!

Viele Fransenfledermäuse überwintern in der Segeberger Kalkberghöhle

Junges Männchen flog zu einem Lebensmittelladen

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Dieser kleine Kerl hat schon ordentlich Winterspeck

9. Oktober 2010: Derzeit kommen hunderte von Fransenfledermäusen in Bad Segeberg an und schwärmen vor den Einflügen der Kalkberghöhle, um ihren Jungtieren das Winterquartier zu zeigen. Manche Tiere, die eine weite Flugreise hinter sich haben, müssen vorher eine Pause einlegen. So ging es wohl dem kleinen "Frans", der sich in eine Mauerspalte in der Fensterbank eines türkischen Lebensmittelgeschäftes gequetscht hatte. Da dieser Platz nicht katzensicher war und abends direkt im Lichtschein einer Straßenlaterne lag, wurde der kleine Fledermäuserich geborgen und hat den Tag in einer Ambulanzkiste verbracht. Anfangs schimpfte er noch ordentlich, hat dann aber sehr viel getrunken und 16 Mehlwürmer verzehrt. Am frühen Abend konnte er an der Kalkberghöhle in die Freiheit entlassen werden.

'Frans' lässt es sich gut gehen ...

Nach anfänglichem Schimpfen schmatzt der kleine Kobold genüsslich Mehlwürmer

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Myotis nattereriFransenfledermaus

Die Fransenfledermaus ist sowohl "Hausfledermaus" als auch "Waldfledermaus". Denn nach bisherigem Wissen besiedelt diese mittelgroße Fledermausart im Sommerhalbjahr sowohl Gebäude als auch Baumhöhlen. mehr Mehr

Mini-Kamera oder schlafende Fledermaus?

Eine Bartfledermaus sorgt für Aufsehen

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Beim Fototermin büxte der kleine Kerl aus und bewies, daß er fliegen kann

1. Oktober 2010: Etwas kleines, braunes hing direkt über dem Geldautomaten an der Decke des Kassenraums der Volksbank in Bad Segeberg. Ist das eine Kamera zum Ausspähen der Pin-Nummern, fragten sich die beunruhigten Kunden... Nein, hier schlief ein in diesem Jahr geborenes Bartfledermaus-Männchen, welches sich auf der Suche nach einem geeigneten Quartier in den Kassenraum verirrt hatte. Da sich die Automatik-Tür nach jedem Kunden wieder schließt, war ein Ausweg für das Tier so gut wie unmöglich. Im Beisein vieler interessierter Kunden wurde die Fledermaus geborgen und später in der Ambulanz untersucht. Der kleine Kerl hat viel getrunken und eine Mehlwurm-Mahlzeit verdrückt. Beim anschließenden Fototermin ist er dann ausgebüxt und hat im kleinen Badezimmer seine Flugkünste bewiesen. Am Abend wurde der kleine Kobold vor dem NABU-Garten an der Kalkberghöhle in die Freiheit entlassen. Und wenn es jetzt draußen ungemütlich kalt wird: Ab in die Kalkberghöhle!

Die Artbestimmung dieser Fledermaus gestaltete sich auch für uns etwas schwierig, da die Kleine wie auch die Große Bartfledermaus zum Verwechseln ähnlich sind. Hierzu müssen auch wir erst Fachbücher und Belegfotos hinzuziehen und das Tier genauer untersuchen. Um die kleine Fledermaus nicht unnötig zu stressen, haben wir darauf verzichtet.

Rufe der Bartfledermaus

Bartfledermäuse haben ein lebhaftes Temperament und drohen bei geringfügigen Störungen mir lautem Zetern

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Myotis mystacina / mystacinusKleine Bartfledermaus

Die Kleine Bartfledermaus gehört zu den kleinen Fledermausarten und ist sogar noch etwas kleiner als ihre nah verwandte Schwesternart, die Große Bartfledermaus. mehr Mehr

Myotis brandtiiGroße Bartfledermaus

Die Große Bartfledermaus hat ein relativ langes Fell, dessen Basis dunkelgraubraun ist. Das Rückenfell von Alttieren der Großen Bartfledermaus hat an seinen Spitzen einen leichten Goldglanz. mehr Mehr

Verschollene Zweifarbfledermäuse aufgetaucht

Nach langer Fehlzeit wieder Nachweise aus Schleswig-Holstein

Zweifarbfledermaus Ahrensburg

Dieser kleine Kobold fliegt bereits wieder zur Jagd

Am 19. August 2010 wurde dem NABU eine in ein Wohnhaus in Ahrensburg eingeflogene Fledermaus gemeldet, die eine blutende Verletzung hatte. Der "Patient" war zu unserer großen Überraschung - eine Zweifarbfledermaus! Er wurde kurze Zeit bei einer NABU-Kollegin in Tremsbüttel gepäppelt.

Am 26. August 2010 wurde der kleine Kobold von seiner Pflegerin ausgewildert. Auf der Dachterasse des Hauses, in dem er gefunden worden war, startete er im Beisein seiner Finder in die Nacht. Wir wünschen dem Patienten alles Gute - und dass er dem kleinen Bestand in Schleswig-Holstein noch für längere Zeit erhalten bleibt!

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Quartiere von Zweifarbfledermäusen sind uns nicht bekannt

Am 25. August 2010 wurde eine weitere Zweifarbfledermaus in Bad Segeberg gefunden! Das junge Männchen saß auf einer Fensterbank und war sehr geschwächt. Dieser "Patient" wurde in der Fledermaus-Ambulanz in Bad Segeberg gepäppelt und hatte ebenfalls guten Appetit. "Paulchen" schimpfte und zeterte lautstark, wenn es Futter geben sollte - erst wenn er einen Mehlwurm im Maul hatte, war er still! Innerhalb weniger Tage war aus dem kleinen Paulchen ein stattlicher "Paul" von 16 Gramm Körpergewicht geworden.
Am 1. September 2010 wurde er in der Nähe seines Fundortes in die Freiheit entlassen. Er drehte ein paar Runden über unseren Köpfen, als wolle er sich verabschieden, und verschwand dann. Tschüß, Paul - mach´s gut!

Seltene Fledermausart
Zweifarbfledermäuse zählen zu den seltensten Fledermaus-Arten in Schleswig-Holstein. Jeder Nachweis ist daher von besonderem Interesse und gibt Informationen darüber, ob und wo sie bei uns vorkommen.

Schimpfen und Zetern

So hört es sich an, wenn eine Zweifarbfledermaus Futter haben will

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Weitere Informationen ...

Vespertilius murinusZweifarbfledermaus

Zweifarbfledermäuse haben ihren Namen wegen ihres auffallend gefärbten Fells bekommen. Ihre Haare sind zweifarbig. Während die Haarbasis schwarz gefärbt ist, haben die Haarspitzen des Rückenfells einen auffallenden weißlichen oder silbrigen Schimmer. mehr Mehr

Dreizehn junge Zwergfledermäuse

15. August 2010

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Nach dem Trinken schlafen die jungen Zwergfledermäuse

Nicht alle Fledermaus-Findelkinder werden in der NABU Fledermausambulanz in Bad Segeberg gepflegt. Am 28. Juni 2010 wurden in der Nähe von Ratekau 13 junge Zwergfledermäuse gefunden, die aus ihrem Quartier gefallen waren. Leider konnten sie ihren Müttern nicht zurückgegeben werden. Die fledermausfreundlichen Finder nahmen alle Tiere bei sich auf. Da die kleinen Kobolde erst zwischen 4 und 12 Tage alt waren, hatte die Familie eine schwere Aufgabe. Alle drei Stunden wollten die Fledermaus-Adoptivkinder gesäugt werden. Sie bekamen Welpenaufzucht-Milch.

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Hier wird "Fliegen" geübt

Leider haben nicht alle Fledermaus-Babies überlebt. Trotzdem, ein bemerkenswerter Erfolg: Sechs Mädels und ein Junge sind wohlauf. Sie lassen sich inzwischen Mehlwürmer schmecken und halten ihre Pflegefamilie auf Trab. Damit auch kein kleiner Übungsflieger hinter dem Schrank verlorengeht, haben sie eine Freiflug-Voliere im Wohnzimmer bekommen. Eine Auswilderung der vier ältesten Tiere ist für Ende August geplant.
Am 11. September 2010 sind "Große Maus" und "Rapunzel" nach einer kleinen Mehlwurm-Mahlzeit in einen speziell hierfür angefertigten Auswilderungs-Spaltenkasten auf dem Balkon gesetzt worden. Gegen 22 Uhr hatten sie sich bereits auf die Jagd begeben: Die "Pflegeeltern" konnten vor dem Haus jagende Zwergfledermäuse mit dem Fledermaus-Detektor hören.
11. Oktober 2010: Nicht alles klappt wie geplant. In der letzten Nacht ist "Langes Ohr", die Zwergfledermaus, die eigentlich noch ausgewildert werden sollte, gestorben. Wir sind sehr traurig!
9. Januar 2011: In dieser kleinen Zwergfledermaus-Gruppe läuft fast alles wie bei den Tieren in Freiheit. Die Zwerge schlafen fest und kommen nur bei einem Wetterumschwung heraus. Für sie gibt es dann ein paar Mehlwürmer, aber groß ist der Appetit im Winter nicht. Sie verkriechen sich nach der Mahlzeit schnell wieder in ihrem Versteck um den Winterschlaf fortzusetzen.

1. April 2011: In der Gruppe dieser kleiner Pfleglinge hat es heute einen Trauerfall gegeben: Ein Weibchen - es wollte in den letzten Tagen schon nicht so gut fressen wie gewohnt - ist gestorben.

Junge Mückenfledermaus

Fund auf der Terrasse

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14. Juli 2010: Diese Mückenfledermaus ist ungefähr vier Wochen alt

Am 14. Juli 2010 wurde ein junges Mückenfledermaus-Weibchen auf einer Terrasse in Bad Segeberg gefunden. Das Tier war geschwächt und hatte großen Durst. Am frühen Abend hat das nur Daumen-große Tier vier Mehlwürmer gefressen. Bei der Auswilderung am selben Abend wurde noch eine zweite Mückenfledermaus gefunden, die ebenfalls erstmal viel Wasser aus einer Spritze getrunken hat. An der rauen Wand unter ihrem Quartier konnten beide Fledermäuse ausgewildert werden.

Weitere Patienten

Das war los in der Fledermausambulanz

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Ist es Anfang Februar nicht zu früh zum jagen?

Am 5. Februar 2010 wurde uns eine Wasserfledermaus gebracht, die auf der Flugroute vom Winterschlaf-Quartier Kalkberghöhle zum Jagdrevier Großer Segeberger See im Schnee gefunden worden war. Hat sie sich nach dem strengen Frost vom Tauwetter in den letzten Tagen irritieren lassen? Das Fledermaus-Männchen hat eine Verletzung der rechten Flughaut am Unterschenkel und ein Loch im linken Flügel. Da Verletzungen während des Winterschlafes schlecht heilen, darf Fledermäuserich "Hans" erstmal nicht weiterschlafen, sondern bezieht Quartier in einer Holzkiste und wird regelmäßig gefüttert. Das ist bei seinem Gewicht von 6,8 Gramm auch dringend notwendig.

10. Februar 2010: Hans wiegt inzwischen mehr als 8 Gramm. Er hat sein derzeitiges Quartier angenommen und verspeist an vier abendlichen Mahlzeiten jeweils bis zu 20 Mehlwürmer. Dazu trinkt er viel Wasser, zum Teil mit mit Vitaminzusatz, aus der Spritze.

12. März 2010: Hans wiegt inzwischen über 9 Gramm. Leider hat sich seine Verletzung am Bein entzündet. Er wurde dem Tierarzt vorgestellt und bekommt jetzt für ein paar Tage eine antibiotische Trinklösung.

7. April 2010: Hans hat sich gut erholt und seit einer Woche "Flug-Gymnastik" gemacht. Seine Verletzungen sind fast abgeheilt. Am Nachmittag sollte er im Ambulanzraum zeigen, daß er fliegen kann. Er wollte aber nicht .... Am Abend sah es dann schon ganz anders aus: Er hat erfolgreich einige Runden gedreht! Vor dem historischen Höhlenwärterhäuschen am Kalkberg wurde Hans am selben Abend in die Freiheit entlassen.

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Breitflügelfledermaus-Weibchen "Frieda" muß sich noch eine Weile erholen

Die Breitflügelfledermaus "Frieda" wollte sich vor Weihnachten 2009 auch noch ein frostsicheres Winterquartier suchen: Sie flog durch ein Kippfenster in ein Amtsgebäude und musste die Feiertage in viel zu warmen Räumen zubringen. Glücklicherweise wurde sie am 28. Dezember 2009 gefunden. Fast wäre sie verdurstet! Da ihre Flügelspitzen sehr trocken waren, wurden sie täglich mit Bio-Bodylotion eingecremt. Und natürlich gab es jeden Abend Mehlwürmer und viel zu trinken. Frieda wurde eine Weile bei uns gepäppelt. Am 13.01.2010 hatte sie ihr Körpergewicht fast verdoppelt und wog 30 Gramm! Ein ideales Gewicht, um noch bis zum Frühling zu schlafen: Frieda verschlief die kalte Jahreszeit in einer Holzkiste im + 5 ° C kühlen Fledermaus-Ambulanz-Keller mit ca. 80 %iger Luftfeuchtigkeit. Am 22. März 2010 ist Frieda im Außenbereich ihres Fundortes in den Nachthimmel gestartet. Sie kreiste noch eine Runde über uns zum Abschied und flog dann zur Jagd.

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Zwerg- und Rauhhautfledermaus halten Winterschlaf in der Fledermausambulanz

Zwergfledermaus "Knirps" und Rauhhautfledermaus "Hutzliputz" wurden über die Weihnachtstage 2009 gepäppelt und machten im gut belüfteten Keller der Fledermausambulanz Winterschlaf - in einem Pappkarton!

18. März 2010: Endlich wurde das Wetter frühlingshaft - und dann die Enttäuschung: Hutzliputz war gestern gestorben! Knirps ging es gut, er hatte gefressen und getrunken.

21. März 2010: Heute war der große Tage für Knirps. Er wollte nicht in einen Fledermauskasten, sondern ist an eine Eiche bis in schwindelnde Höhe emporgeklettert. Von dort oben hat man einen guten Abflug!

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Diese Zwergfledermaus war sehr erschöpft

Am 27. Februar 2010 wurde eine weitere erschöpfte Fledermaus in die Ambulanz gebracht: Ein Zwergfledermaus-Männchen. Es war sehr dehydriert und hat erstaunlich viel getrunken. Mit "ein bißchen Überreden" hat der kleine "Fips" auch noch stärkenden Mehlwurmbrei geschleckt. Er hat dann bei unseren anderen Winterschläfern geschlafen- mußte aber öfter geweckt werden, um zu trinken. Am 21. März 2010 war sein großer Tag: Er schlüpfte in einen Fledermauskasten in der Nähe seines Fundortes. Abends geht´s auf die Jagd...


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