Schleswig-Holstein.NABU.de Natur erleben NABU-Zentren & Infohütten Katinger Watt Die Natur rund um das Katinger Watt
Natur rund ums Katinger Watt
Aegir, Eider, Eiderente
Wie der Fluss und die Ente zu ihrem Namen kamen
Egidora - was soviel heißt wie Tor des Schreckens - die trichterförmige Mündung gab der Eider ihren Namen. Sie ist das Tor (dora), das den gewaltigen Kräften (altsächsisch: agis = Schrecken, Furcht oder egi = Flut, See) des Meeres Einlass bis weit ins Binnenland gewährt. In der nordischen Sagenwelt wird der Schrecken durch den Meeresriesen AEgir verkörpert.
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Die Eidermündung
Die Tür des Meeresgottes Ägir
Aegyr Dör, die Tür des Meeresgottes Ägir, so wird die Eider, der größte Fluß (188 km) Schleswig- Holsteins, in der altnordischen Mythologie benannt. Eine Tür des Schicksals, der Freude, Angst und der Hoffnung, ein Fluss, der Eigenes im Sinn hat. Die Quelle der Eider entspringt 10 km nordöstlich von Neumünster. Sie mündet allerdings nicht in die nahe gelegende Kieler Förde, sondern wird vorher nach Westen abgedrängt und muss sich ihren Weg durchs ganze Land suchen.
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Das Naturschutzgebiet Grüne Insel
Die 'Inseln' in der Eidermündung
Die kleine Schafherde zieht blökend von dannen, brütende Kiebitze und Rotschenkel stoßen eindringliche Alarmschreie aus, wenn sich der Schatten einer Rohrweihe auf die Wiesen der "Grünen Insel" legt. Sie scheinen diesen für sie wichtigen Lebensraum zu verteidigen. Stockenten, Säbelschnäbler und Küstenseeschwalben schließen sich ihnen an. Die Bezeichnung "Insel" beschreibt das heutige Landschaftsbild der "Grünen Insel" nicht mehr.
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Das Dithmarscher Eidervorland mit Watt
Eines der größten Naturschutzgebiete in der Eidermündung
Das heutige NSG "Dithmarscher Eidervorland mit Watt" ist eines von drei großen Naturschutzgebieten in der Eidermündung. Es erstreckt sich auf der Dithmarscher Seite von der Tönninger Brücke bis an das Eidersperrwerk (620 ha). Bis 1989 war hier nur eine kleine Fläche (19,4 ha) Naturschutzgebiet. Die damalige "Vogelfreistätte Schülper Neuensiel" existierte seit 1950. Zu diesem Zeitpunkt war die Vogelfreistätte noch eine durch einen Priel vom Festland getrennte Insel. Erst später wurde sie durch Landgewinnungsmaßnahmen an das Vorland angeschlossen.
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Das Naturschutzgebiet Oldensworter Vorland
Zentrum für gefährdete Vogelarten
Nach einer wechselvollen Geschichte entwickelt sich das Oldensworter Vorland heute Dank vielfältiger Maßnahmen des Naturschutzes zu einem Zentrum für viele gefährdete Vogelarten. Das Gebiet liegt im Übergangsbereich vom Salz- zum Süßwassereinfluss. Hier herrschen extreme ökologische Bedingungen.
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NABU-Naturinformationsareal
Das NABU-Naturinformationsareal im Katinger Watt an der Eidermündung
1985 wurde vom damals zuständigen Minister für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten am Seedeich der Eiderabdämmung ein 100 ha großes Areal ausgewiesen, um modellhaft Erholung und Naturschutz zu verbinden. Zunächst wurden in den Jahren 1986/87 und 1989 gestaute Gräben angelegt, Wiesen vernäßt und mit dem Pächter eine extensive Grünlandnutzung vereinbart, die die Lebensbedingungen für Küsten- und Wiesenvögel verbesserten.
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Untersuchungen am Kiebitz
Wissenswertes über eine bedrohte Vogelart
Eine Arbeit dokumentiert Daten zum Brutgeschehen des Kiebitzes in drei geschützten Grünlandgebieten der Eidermündung/Schleswig-Holstein. Diese werden im Hinblick auf den Wiesenvogelschutz bewirtschaftet und entwickelt. Bei den Untersuchungsflächen handelt es sich um die „Eiderdammflächen“ im Katinger Watt, das NSG „Grüne Insel mit Eiderwatten“ und das NSG „Oldensworter Vorland“. Anhand brutbiologischer Daten wurden die drei Gebiete untereinander und mit Literaturwerten anderer Grünlandgebiete verglichen. Im Zeitraum von Ende März bis Mitte Juni 2006 konnten 356 Kiebitzgelege markiert und 1307 Eier vermessen werden.
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