Schleswig-Holstein.NABU.de Natur erleben NABU-Zentren & Infohütten Katinger Watt Die Natur rund um das Katinger Watt
Naturinformationsareal
Naturinformationsareal
Das NABU-Naturinformationsareal im Katinger Watt an der Eidermündung
Blick ins Naturinformationsareal
1985 wurde vom damals zuständigen Minister für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten am Seedeich der Eiderabdämmung ein 100 ha großes Areal ausgewiesen, um modellhaft Erholung und Naturschutz zu verbinden. Zunächst wurden in den Jahren 1986/87 und 1989 gestaute Gräben angelegt, Wiesen vernässt und mit dem Pächter eine extensive Grünlandnutzung vereinbart, die die Lebensbedingungen für Küsten- und Wiesenvögel verbesserten.
Durch diese Maßnahmen und wegen der relativen Ungestörtheit des Gebietes brüteten zunehmend Uferschnepfen Limosa limosa, Rotschenkel Tringa totanus, Säbelschnäbler Recurvirostra avosetta u. a. Zur Zeit des Vogelzuges bieten die Überschwemmungs- und Wasserflächen mit den flachen Insel ein besonders interessantes Bild, wenn z. B. Tausende von Pfeifenten Anas penelope dort rasten. Das Naturschauspiel sollte dem Menschen zugänglich und erlebbar gemacht werden, ohne dass die störungsempfindlichen Vögel beunruhigt oder gar vertrieben werden.
Dazu sind vom NABU betreute Beobachtungseinrichtungen geschaffen worden:
- Ein Naturbeobachtungsturm auf einer aufgespülten Warft am Südrand und
- zwei ebenerdige Beobachtungsstände nach englischem Vorbild ("hides"), die in dem Schutzgebiet liegen,
- sowie eine nach oben offene Sichtschutzwand mit Bänken und Beobachtungsschlitzen.
Der Zugang zu den Hides ist beidseitig mit Wällen versehen, so dass der Besucher von Vögeln nicht wahrgenommen wird. Die Hides erlauben "hautnahe" Vogelbeobachtungen, wie sie der normale Besucher nur aus Tierfilmen kennt. Bis zu 15 Menschen können gleichzeitig die Verstecke nutzen.
Der Naturbeobachtungsturm im Schutzgebiet ist ein landschaftsprägendes Bauwerk, ein "Merk-Mal", das neben dem Eidersperrwerk und dem Asphaltdeich künftig zur Identität des Katinger Watts gehören wird. Vorbild für seine Gestaltung ist die Bake von Süderoog - ein Versuch, eine landschaftstypische und unverwechselbare Form zu finden. Die obere offene Aussichtsplattform mit einem Wind-Schild hat eine Höhe von 8,00 m über Warfthöhe = NN + 13,50 m und überragt die Krone des Seedeiches um 5,00 m.
Für Schulklassen ermöglichen sie einen naturkundlichen Unterricht im Freiland. Biologie "draußen" ist damit auch im regenreichen, aber vogelkundlich besonders ergiebigen Frühjahr und Herbst möglich. In den Ausstellungsräumen des Naturzentrums Katinger Watt gleich hinter dem Deich ergänzen Informationen zu diesem Lebensraum und seiner Bewohner sowie naturkundliche Bildungsangebote das Erlebte.
Besucher sehen die Landschaft und Vogelwelt des Wattenmeeres und Kooges im großen Zusammenhang, erleben die Weite der Landschaft, Wind und Wetter, den Totalcharakter der Landschaft in ganzheitlicher Sinneswahrnehmung. Die untere Plattform ist als geschlossener Beobachtungsraum mit Sitzbänken vor Sehschlitzen ausgelegt. Der Besucher kann von hier aus wettergeschützt und bequem mit Fernglas oder Spektiv Vögel beobachten.
An der Holzverschalung des Beobachtungsraumes befinden sich Vogelkästen. Um diese Untermieter nicht zu vertreiben, ist, wie es eigentlich überall in Natur und Landschaft selbstverständlich sein sollte, Rücksicht und Respekt von Nöten.
![]() |
Brutvögel NI-Areal Eiderdamm 2006 (310 kB)
|
|
![]() |
Brutvogelübersicht Katinger Watt 2006 (119 kB)
|
|

NABU Regional
Service
E-Cards
Podcasts
Ab sofort gibt es den NABU zum Hören. Vogelstimmen, Musik und Interviews machen den Podcast zu einem wahren Vergnügen fürs Ohr.
Desktopmotive
Verbandsnetz
Kindergeburtstag mal anders feiern
Der Geburtstag steht bevor, doch noch keine Idee, was man mit den Kindern machen kann? Die Antwort: Der NAJU-Naturgeburtstag! Mehr
„Betrifft: Natur“, Januar 2012
Das NABU-Magazin als Download Mehr
Umweltethik
Vom Eigenwert der Natur: Broschüre jetzt herunterladen! (0,9 MB) Mehr
NABU-Aktion: Europa sagt Nein zur festen Beltquerung!
Machen Sie mit - Helfen Sie unseren Zugvögeln! Mehr
Vogel des Jahres 2012
Die Dohle ist Vogel des Jahres 2012. Erfahren Sie mehr über einen bedrohten Bewohner unserer Dörfer und des Grünlands. Mehr
Wer ist schon da?
Beobachten Sie tagesaktuell die Fledermaus- Aktivitäten in der Segeberger Kalkberghöhle! Mehr

