Schleswig-Holstein.NABU.de Natur erleben NABU-Schutzgebiete Übersicht Elbe und Westküste einschließlich Marschen und Köge

Meldorfer Speicherkoog

Meldorfer Speicherkoog

NABU-Naturschutzgebiete "Kronenloch" und "Wöhrdener Loch"

Geschichte
Nach den verheerenden Sturmfluten von 1956 und 1962 wurden die im Generalplan "Deicherhöhung, Deichverkürzung und Küstenschutz in Schleswig-Holstein" entwickelten Projekte zur Verbesserung des Sturmflutschutzes umgesetzt. Eines dieser Projekte betraf die Eindeichung der Meldorfer Bucht und schuf den Speicherkoog Dithmarschen.

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Beobachtungshütte im NSG Kronenloch / Meldorfer Speicherkoog


Funktion
Wozu werden Speicherköge genutzt? Zwei Probleme sollten mit dem Bau des Speicherkooges gelöst werden. Zum einen zeigten die Sturmfluten, dass eine Erhöhung der Deiche unumgänglich war. An mehreren Stellen schwappte 1962 das Wasser über die Deiche. Die Eindeichung der Meldorfer Bucht sollte die Deichlinie verkürzen. Zum anderen ließen sich bei anhaltenden Weststurmwetterlagen die Siele des alten Meldorfer Hafens nicht öffnen.

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NSG Kronenloch

Die Binnendeichs gelegene Fieler und Windberger Niederung ließ sich nicht entwässern. Dies führte regelmäßig zu großflächigen Überflutungen im rückwärtigen Binnenland, die jedoch für die Natur nicht nachteilig waren.

Mit dem Deichschluss 1978 verbesserte sich durch den moderneren, höheren Deich und durch die Verkürzung der Deichlinie der Sturmflutschutz fürs Hinterland deutlich. Im neuen Speicherkoog stand nun ausreichend Speichervolumen zur Verfügung, um auch bei Westwindlagen das Wasser des Hinterlandes aufzunehmen.

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Queller im NSG Wöhrdener Loch

Verluste durch Eindeichung
Mit der Eindeichung gingen allerdings über 1.000 ha Salzwiesen und mehr als die doppelte Fläche Watten verloren. Als Ausgleich für diesen Eingriff in die Natur wurden in dem neuen Koog zwei Naturschutzgebiete ausgewiesen und zusätzlich zahlreiche Maßnahmen der Landschaftspflege durchgeführt.

Im nordwestlichen Teil des Speicherkoogs befindet sich heute das 495 ha große NSG "Wöhrdener Loch", im südlichen Teil das 532 ha große NSG "Kronenloch". Schon vor der Ausweisung der beiden NSG begleitete der NABU Schleswig-Holstein das Verfahren und betreut beide Gebiete seit 1987 auch offiziell.

Übersehenes Knabenkraut

Auch botanisch ist der Speicherkoog von Interesse: Übersehenes Knabenkraut.

Der Weg in den Speicherkoog
Den Speicherkoog Dithmarschen erreichen Besucher am einfachsten von Meldorf aus. Nach Meldorf gelangt man über die B5 entweder aus Richtung Heide oder Brunsbüttel. In Meldorf biegt man nach Westen Richtung Wöhrden / Eidersperrwerk ab. Nach etwa 2 km führt der Weg in einer Kurve - der Beschilderung folgend - links zum Speicherkoog. An der Kreuzung befindet sich ein weithin sichtbares Getreide-Silo. Man umfährt ein kleines Gewerbegebiet, überquert den alten Seedeich und ist im Speicherkoog angelangt.

Kontakt
Die beiden Naturschutzgebiete Kronenloch und Wöhrdener Loch im Meldorfer Speicherkoog werden vom NABU betreut. Infos und Führungen über:

NABU-Nationalparkhaus "Wattwurm"
Meldorfer Hafen
25704 Meldorf
Tel. 04832-6264
Handy 0175-4046582
e-mail: Wattwurm@NABU-SH.de

Der Blick in die Schutzgebiete


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Rund um den Speicherkoog

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17.05. 15:30 Uhr

Wattwandern in der Meldorfer Bucht
25704 Meldorf

20.05. 12:30 Uhr

Vogel-Exkursion Speicherkoog
25704 Meldorf

23.05. 20:00 Uhr

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25704 Meldorf

26.05. 15:30 Uhr

Vogel-Exkursion Speicherkoog
25704 Meldorf

30.05. 12:30 Uhr

Wattwandern in der Meldorfer Bucht
25704 Meldorf

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