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NABU Umweltberatung Plön und Lütjenburg

Wir über uns | Aufgaben und Tätigkeiten
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NABU Umweltberatung Plön und Lütjenburg

Wir über uns

Umweltberatung

Eine in dieser Form landesweit einzigartige und beispielhafte Einrichtung sind die Natur-, Umwelt- und Abfallberatungsstellen (Kurzform: Umweltberatungsstellen) im Kreis Plön. Finanziert aus Mitteln des Kreises - je zur Hälfte aus Mitteln der Abfallwirtschaft und aus freiwilligen Mitteln des Kreises (Umwelthaushalt) - liegt die Trägerschaft dieser Einrichtungen bei verschiedenen Umweltverbänden.

So ist der NABU Kreis Plön Träger der Umweltberatungsstellen in Lütjenburg und Plön, der BUND Träger der Einrichtung in Preetz sowie der KNIK e. V., ein lokaler Naturschutzverband, Träger der Umweltberatungsstelle in Raisdorf. Die fünfte Einrichtung liegt in Schönberg. Träger ist die Gemeinde. Die Beratungsstelle ist anders organisiert und nicht unmittelbar mit den vier Erstgenannten vergleichbar.

Insofern gelten die nachfolgenden Aussagen in erster Linie für die durch die Umweltverbände getragenen Einrichtungen in Lütjenburg, Plön, Preetz und Raisdorf.

Trägerschaft heißt, dass die gesamte Verantwortlichkeit (Abwicklung der Personal- und Sachmittelkosten, Raumkosten etc.) gegenüber dem Kreis als Geldgeber durch die Verbände geleistet wird. Für die beiden Umweltberatungsstellen des NABU macht dies in vorbildlicher Weise Jens Schidlowski von der NABU-Gruppe Preetz-Probstei. Für seine umfangreiche und gewissenhafte Arbeit soll ihm auch an dieser Stelle einmal ausdrücklich gedankt werden.

Aufgaben und Tätigkeiten

Umweltberatung

Die Arbeitsinhalte der Umweltberatungsstellen teilen sich in zwei große Bereiche: 50 % der Arbeitszeit sind vertraglich für den Bereich Abfallberatung aufzuwenden, die anderen 50 % für den Bereich der Umweltberatung. In den letzten Jahren hat sich ein zusätzlicher Schwerpunkt herauskristallisiert, die Unterstützung des Kreises bei der Umsetzung der Lokalen Agenda 21.

Zu den Aufgaben innerhalb des Bereiches "Abfallberatung" gehören die Begleitung und Betreuung der im Frühjahr und Herbst über mehrere Wochen stattfindenden Schadstoffsammlungen im Kreisgebiet, die Umsetzung eines umfangreichen Projektes "Abfallvermeidung an den Schulen", in dem alle Schulen des Kreises auf ihr Abfallverhalten überprüft und gegebenenfalls Tipps und Hilfen bei der Optimierung der Erfassung der Wertstoffe und Abfälle gegeben werden, viele Ortstermine und Infoveranstaltungen vor allem anlässlich der Einführung des Themas "Biotonne", Hilfen bei der Anlage von Kompoststellen und der Bedienung von Schnellkompostern, die Beratung der Bevölkerung im Büro bzw. telefonisch wo, wann, wie etwas zu entsorgen ist, die Ausgabe von Gelben Säcken, Restmüllsäcken, Entgegennahme von Altbatterien, Umsetzung von eigenen Projekten, z.B. eines "Korkprojektes", d.h. die Entgegennahme von Altkork. Desweiteren werden auch Materialien zur optimalen Benutzung der Biotonne wie Biotonnenpulver, Biotüten, Vorsortiergefäße usw. verkauft.

Umweltberatung

Die Zusammenstellung von Materialien für die Erstellung von Referaten und Vorträgen, vor allem für SchülerInnen, aber auch für Vertreter aus der Erwachsenenbildung, gehört ebenfalls zu den Aufgaben des Umweltberaters.

Zudem werden im Laufe eines Jahres u.a. in Zusammenarbeit mit Schulen und Jugendherberge naturkundliche Führungen mit unterschiedlichen Schwerpunkten (Themen: "Was findet man im Spülsaum eines Sees?", "Was lebt in Tümpel, Bach und Weiher?", "Vogelwelt der Plöner Seen", "Welches Fossil ist das?", "Plankton der Plöner Seen", "Naturkundliche Kanutour", "Frühblüher auf der Prinzeninsel" etc.) angeboten, nach Absprache Vorträge gehalten, Projektage mit Schulklassen und Kindergärten durchgeführt,u.a. in Zusammenarbeit mit Schulen und Jugendherberg sowie zwei Jugendgruppen geleitet.

Besucher der Beratungsstelle können sich mit Fragen von "Wie lege ich einen Teich an?" über "Wo bekomme ich alte Apfelsorten her?" und "Wie kann ich mein Seeufer renaturieren?"; "Welcher Vogelkasten für meinen Garten?" bis zu "Wo kann ich mich über regenerative Energien und ökologisches Bauen informieren?" und "Welches Buch können Sie mir zum Thema Biologische Schädlingsbekämpfung empfehlen?" an die Umweltberatungstellen wenden.

Besorgte Bürger bekommen Hilfe bei Problemen mit Wespen, Hornissen, Ameisen, Mardern, Flöhen und Wühlmäusen. Leider gehören auch immer wieder Nachbarschaftsstreitigkeiten, streunende Katzen des Nachbarn, Grenzbebauungen, überhängende Äste, Beschattung des eigenen Gartens durch große Bäume des Nachbarn, Baumfällaktionen ("Darf der das?") oder das Spritzen vonUnkrautvernichtungsmitteln ("Sagen Sie bloß nicht, von wem Sie den Hinweis haben!") zum täglichen Geschäft. Hier ist häufig etwas Erfahrung und Fingerspitzengefühl notwendig, um nicht zum Spielball verfeindeter Nachbarn zu werden.

Umweltberatung

Zu den unterschiedlichen Themen aus dem Umwelt- und Naturschutzbereich werden Informationsmaterialien, Produktbeschrei-bungen etc. angefordert, aufbereitet und bei Bedarf ausgegeben bzw. ausgeliehen.

Vor allem während der Urlaubszeit besuchen viele Touristen die Umweltberatungsstellen und erkundigen sich nach attraktiven Ausflugszielen, berichten über besondere Beobachtungen, wollen diese bestätigt haben oder möchten sich einfach nur über bestimmte Themen informieren. Hier stellen die Umweltberater immer wieder einen großen Bedarf an derartigen Einrichtungen in anderen Kreisen des Landes fest.

Desweiteren werden verletzte Tiere vorbeigebracht oder müssen vom Umweltberater eingefangen und den entsprechenden Pflegeeinrichtungen zugeführt werden. Eher die Ausnahme war dann doch die Bergung und Versorgung einer 2 Meter langen Königspython, die sich auf dem Dorfplatz einer kleinen Gemeinde sonnte und Tage später von ihrem besorgten Besitzer wieder entgegengenommen werden konnte.

Zu den Arbeiten in der Umweltberatungsstelle gehören ferner Stellungnahmen im Rahmen der §29-Arbeit, kleine biologische Gutachten über bestimmte Themen sowie Vorbereitung und Umsetzung von Seminaren zu Schwerpunktthemen wie Gefährdung und Schutzmög-lichkeiten von Seeuferzonen. Ein wichtiger Bereich ist die Öffentlichkeitsarbeit, d.h. die Versorgung der lokalen Medien mit Informationen zu aktuellen Fragen oder kleinen Geschichten aus dem Natur- und Umweltbereich. Auf diese Weise lassen sich hervorragend die Anliegen des Umwelt- und Naturschutzes in das öffentliche Bewusstsein tragen. Gelegentlich gilt dies auch für die Radio- und Fernsehmedien. Die Teilnahme an Veranstaltungen des Kreises und der Gemeinden zu Fragen der Bauleit- und Landschaftsplanung, der Anlage von Wanderwegen, der Konzeption von Naturlehrpfaden usw. gehören ebenfalls zu den Aufgaben. Abschließend sei zudem auf die Zusammenarbeit mit anderen Verbänden und Institutionen wie VCD und Pro Bahn hingewiesen.

Seit wenigen Jahren gehört die Begleitung verschiedener Projekte zur Umsetzung der Lokalen Agenda 21 zu den Aufgaben der Umweltberatungsstellen. Hier werden Arbeitsgruppen unterstützt sowie Projekte initiiert und begleitet, etwa die landesweiten Agenda-Projekte "Schleswig-Holsteins Haushalte machen mit" oder "Fair handeln".

Wie dieser kurzen und sicher nicht vollständigen Aufzählung zu entnehmen ist, ist die Aufgabenpalette umfang- und abwechslungsreich, aber sehr zeitintensiv und setzt zusätzliches Engagement voraus.

Ansprechpartner

Who is who?

Umweltberatung

Alle Umweltberatungstellen sind hauptamtlich besetzt. Seit zwei Jahren sind sie auch anerkannte Einsatzstellen für das Freiwillige Ökologische Jahr (FÖJ). Auf anderem Wege sind die vielfältigen Aufgaben mittlerweile kaum zu bewältigen. Die unterschiedliche Ausbildung der Umweltberater - von Ökotrophologie über Biologie und Landschaftsplanung bis hin zur kaufmännischen Ausbildung - hat sich als sehr effizient erwiesen, wenn es darum geht, für bestimmte Fragen einen Fachmann (oder -frau) zu finden, da aufgrund der engen Zusammenarbeit untereinander eine gute Abstimmung erfolgt sowie ein schneller Informationsaustausch stattfindet. Zudem arbeiten die Umweltberatungsstellen eng mit dem Umweltamt und der Abfallwirtschaft des Kreises zusammen.

Kontakte
NABU-Natur-, Umwelt- und Abfallberatungsstelle im Kreis Plön
Carsten Pusch
Lange Str. 43
24306 Plön
Tel.: 04522-2173, Fax: 04522-1081
E-Mail Carsten.Pusch@NABU-SH.de

NABU-Natur-, Umwelt- und Abfallberatungsstelle im Kreis Plön
Konrad Olexik
Kieler Straße 4
24321 Lütjenburg
Tel. & Fax: 04381-9753
E-Mail olexik@umwelt-wiz.de

Geschichte der Umweltberatung im Kreis Plön

Umweltberatung

Die Plöner Natur-, Umwelt- und Abfallberatungstelle geht in ihren Ursprüngen auf die durch den NABU Plön (damals noch DBV) initiierte und durch eine Arbeitsbeschaffungsmaßnahme (ABM) maßgeblich finanzierte "Naturschutzberatungsstelle" zurück.

Diese wurde im April 1987 eröffnet und war damals mit dem Biologie-Lehrer Fritz Heydemann, dem heutigen Vorsitzenden des NABU Plön und stellvertretenden Vorsitzenden des NABU Schleswig-Holstein, besetzt. Bis 1990 erfolgte die Finanzierung über ABM. Danach wurde mit Unterstützung aus Kreis- und Landesmittelnas Modell der dezentralen Umweltberatung im Kreis Plön entwickelt und aufgebaut. Im Jahr 1990 entstand auch in Lütjenburg eine Natur-, Umwelt- und Abfallberatungsstelle des NABU, zunächst unter Leitung von Biologie-Lehrerin Birgit Koralewski, später unter Leitung des Diplom-Ingenieurs für Landschaftsplanung, Konrad Olexik.

Nach wechselnden Finanzierungsmodellen konnten schließlich feste Grundlagen gelegt werden. Seit 1995 existieren im Kreis Plön fünf Natur-, Umwelt- und Abfallberatungsstellen unter den einleitend skizzierten Bedingungen. Im gleichen Jahr wechselte Fritz Heydemann zur Marius-Böger-Stiftung in Plön, und der Diplom-Biologe Carsten Pusch, zugleich NABU-Vorsitzender der Ortsgruppe Lütjenburg, übernahm die hauptamtliche Leitung der Plöner Umweltberatungsstelle.

Natur-, Umwelt- und Abfallberatungsstellen sind heute akzeptierte und von der Bevölkerung gut angenommene Einrichtungen. Der Plöner Kreistag hat Mitte des vergangenen Jahres die Arbeit der Umweltberatungsstellen ausdrücklich anerkannt und - angesichts leerer Kassen sicher nicht selbstverständlich - einstimmig einer Vertragsverlängerung um weitere 5 Jahre zugestimmt, wenn auch mit leicht reduzierten Zuschussansätzen

Anfahrt

Wie finde ich die Umweltberatung?

Die Plöner Umweltberatungsstelle liegt mitten in der Fußgängerzone der Plöner Innenstadt im Schatten des Schlosses. In den zwei großen Schaufenstern lassen sich hervorragend kleine Ausstellungen und Verkaufsprodukte präsentieren. Die Räumlichkeiten gliedern sich in einen öffentlichen Teil, in dem Infomaterialien ausliegen, Ausstellungen gezeigt und Verkaufsprodukte wie Nistgeräte, Dosenlupen, Broschüren etc. präsentiert werden. Der hintere Teil ist der Arbeitsbereich mit großem Tisch, an dem kleine Gruppen mit bis zu 10 Personen sitzen können. Zwei Arbeitsplätze, Computer, Telefon, Fax, Kopiergerät sowie eine kleine Kochnische, Kellerraum und Toilette runden die Räumlichkeiten ab.

Die Räumlichkeiten wurden vor einigen Jahren vom NABU-Kreisverband erworben und werden von der NABU-Gruppe als Sitzungsraum genutzt.

Die Tätigkeiten der Natur-, Umwelt- und Abfallberatungstellen beschränken sich natürlich in erster Linie auf den Kreis Plön, viele Sachinformationen, Kontakte und Hilfestellungen können aber von außerhalb abgefordert werden.

Scheuen Sie sich daher nicht, die vorhandenen Quellen auch "anzuzapfen", wenn möglich, werden die Natur-, Umwelt- und Abfallberatungsstellen des NABU auch Ihnen weiterhelfen!

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